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Verleihung des Arbeitssicherheitspokals im Volkswagenwerk Wolfsburg

Neuer Meilenstein: Bestes je erzieltes Ergebnis am Standort Wolfsburg

Verleihung des Arbeitssicherheitspokals im Volkswagenwerk Wolfsburg

"Es ist uns gelungen, einen neuen Meilenstein in der nun schon seit über zehn Jahren anhaltenden Erfolgsgeschichte im Arbeitsschutz des Volkswagenstandortes Wolfsburg zu erreichen." Das stellte Werner Neubauer, Leiter des Volkswagenwerks Wolfsburg, fest. Anlässlich der Jahresveranstaltung der Arbeitssicherheit am heutigen Donnerstag führte Neubauer weiter aus, dass es im vergangenen Jahr gelungen sei, den Kennwert der Unfallhäufigkeit auf unter fünf Unfälle zu reduzieren.

Die Unfallhäufigkeit im Werk Wolfsburg ist im vergangenen Jahr um 26,9 Prozent im Vergleich zum Jahr 2001 gesenkt worden. Der Index für die Unfallhäufigkeit - diese Kennziffer bezeichnet die durchschnittlichen Unfälle pro einer Millionen geleisteter Arbeitsstunden - wurde bis zum Jahresende 2002 auf 4,9 Punkte gesenkt. Das ist das bislang beste Ergebnis, das je im Werk Wolfsburg erzielt wurde. Die Zahl der Betriebsunfälle konnte von 284 auf 209 reduziert werden.

Auf die besonderen Herausforderungen für die Arbeitssicherheit und die Arbeitsbedingungen wies Uwe Bartels, Mitglied des Betriebsausschusses des Betriebsrats, im Zusammenhang mit den bevorstehenden Fahrzeuganläufen am Standort Wolfsburg hin: "Jede Technologie und jede Anlage muss ergonomisch optimal gestaltet sein, bevor sie eingesetzt wird. Denn mit einem neuen, besseren Fahrzeug müssen auch die Arbeitsbedingungen permanent verbessert werden."

Arbeitssicherheitspokale für den Standort Wolfsburg werden seit 1991 jährlich für hervorragende Leistungen, für erhebliche Verbesserung sowie besondere Erfolge im Arbeitsschutz verliehen. Im vergangenen Jahr nahmen 42 Organisationseinheiten mit insgesamt 266 Abteilungen und Unterabteilungen an diesem Wettbewerb teil. Die Gewinner waren dieses Mal die "Logistik A-Klasse Halle 54", der "Motor Betrieb" und das "Montagenteam IV".

Siegfried Zernicke, Leiter der Arbeitssicherheit, stellte die Preisträger im Rahmen der Veranstaltung vor. Die Abteilung "Logistik A-Klasse" erreichte mit einem Index von Null das beste Gesamtergebnis in der Unfallbelastung und nahm auch gemeinsam mit weiteren Organisationsabteilungen in der Langzeitentwicklung den ersten Platz ein. Wesentliche Aufgabe der Abteilung ist es, in den Hallen 10, 12 und 54 als Dienstleister in der Automobilfertigung zu fungieren. Die Materialbereitstellung in den Fertigungsbereichen erfolgt neben dem klassischen Behälterprinzip durch vorkommissionierte Teile, Warenkörbe, vormontierte Zusammenbauteile und just-in-time-Umfänge. Der Leiter Dr. Hans Hilmer nahm den Pokal entgegen.

Den "Arbeitssicherheitspokal für erhebliche Verbesserungen im Arbeitsschutz" erhielt Dr. Jens Pohlmann, Leiter "Motor Betrieb", stellvertretend für seine rund 380 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Team verringerte in den vergangenen drei Jahren die Arbeitsunfälle um 100 Prozent. In der Abteilung "Motor Betrieb" werden die Fahrzeugmotoren, die aus dem Versuchsbau kommen, sowohl für den Einsatz auf Prüfständen und als auch in Fahrzeugen getestet. Der Abteilung obliegen auch Modifizierungen, Umbauten und Wartungen.

Der dritte Pokal für das beste Auditergebnis im Arbeitsschutz wurde dem Team "Montagen IV" unter der Leitung von Ernst Wehmann überreicht. Der Aufgabenumfang der 1.077 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reicht von der Triebwerk- und Federbeinmontage in Halle 13 bis zur Triebsatz- und Hinterwagenmontage und der automatischen Fertigung der Fahrsysteme in Halle 54.

Erstmals in diesem Jahr wurden an alle am Wettbewerb Arbeitssicherheit teilnehmenden Organisationseinheiten, die mit dem Resultat "0 Unfälle" das Arbeitsjahr abschließen, eine Urkunde für herausragende Leistungen übergeben. Damit sollen weitere gute Ergebnisse am Standort Wolfsburg gewürdigt werden. Sie gingen an die Werktechnik und den Umweltschutz, die Pilothalle und an den Vorrichtungsbau.

Hans-Jürgen Hallenberger, Mitarbeiter im Cost Center Karosseriebau, erhielt den Euro-Cup "Gesund und Sicher" für besondere Leistungen und Erfolge im Arbeitsschutz seit 20 Jahren. Seine Erfahrungen und Kenntnisse, die sich Hallenberger in über zwei Jahrzehnten aneignete, bringt er zur Zeit im Karosseriebau für die Planung und Umsetzung von neuen Produktionsanlagen mit ein. Weitere Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind u.a. die Koordination der Sicherheitsbeauftragten im gesamten Karosseriebau im Werk Wolfsburg und die Umsetzung von sicherheitstechnischen Maßnahmen.

Auch für das Jahr 2003 wurde ein umfangreiches Programm beschlossen. Neben der Weiterführung bewährter Aktionen, wie beispielsweise die monatlichen Betriebsbegehungen und Arbeitsschutzaudits, wird das Programm Arbeitssicherheit auch im Qualitätsmanagement eingeführt. Zernicke appellierte an die gesamte Belegschaft: "Damit unser neues Motto für 2003 - "Bewusstes Handeln jedes Einzelnen schafft Sicherheit für Alle" - nicht nur ein Motto bleibt, werden wir die aktive Unterstützung aller Mitarbeiter des Standorts Wolfsburg benötigen."

(Quelle, Foto: Volkswagen, 20.02.03)

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