Phoenix Contact startet länderübergreifendes Ausbildungskonzept
Qualifikation in der Unternehmensgruppe besitzt hohen Stellenwert
Ein Novum in der Ausbildungsgeschichte gab es im September beim Start der neuen Auszubildenden bei Phoenix Contact. Unter den knapp 60 jungen Menschen starteten auch zwei polnische Auszubildende aus der Tochtergesellschaft in Nowy Tomysl ihre Ausbildung in Blomberg. Rafal Tobys und Jakub Kesy werden ihren Beruf Mechatroniker an beiden Standorten erlernen. Sie beginnen ihre erste Ausbildungszeit zunächst in Blomberg, um grundlegende Fertigkeiten und Fähigkeiten zu erlernen. Im polnischen Werk erfolgt dann in immer längeren Phasen ein Anwenden und Vertiefen des Erlernten in den Fachabteilungen. Ziel dieses neuen Ansatzes der Qualifikation ist ein Wissenstransfer zwischen Stammhaus und Tochtergesellschaft zur Angleichung des Ausbildungsniveaus. Als Multiplikatoren werden sie nach Abschluss ihrer Ausbildung das Erlernte vor Ort weitervermitteln. „Im nächsten Schritt wollen wir auch andere Berufe qualifizieren, wie den Verfahrensmechaniker Kunststofftechnik. Dies ist ein Ausbildungsberuf, den es in Polen noch gar nicht gibt“, erklärt Eugen Heinrich, Betreuer dieses Pilotprojektes in der Ausbildung. „Für dieses Berufsbild haben wir aber in der Unternehmensgruppe eine hohe Nachfrage.“ Um die Inhalte ihrer Ausbildung besser erlernen und ihre Rolle als sprachliches Bindeglied zwischen beiden Standorten erfüllen zu können, heißt es für die beiden polnischen Jugendlichen zunächst einmal vorrangig, ihre Deutschkenntnisse zu vertiefen.
Phoenix Contact bildet in 11 vorrangig technischen Fachberufen aus. Insgesamt absolvieren derzeit 260 junge Menschen ihre Ausbildung bei dem Industrieelektronikhersteller. Im Juli sind bereits 17 duale Studenten ins Berufsleben gestartet. Insgesamt gehen mehr als 60 junge Menschen diesen Ausbildungsweg. In Kooperation mit der Hochschule OWL, der Universität Paderborn und der Hochschule Weserbergland in Hameln bietet das Unternehmen ein Studium in den Fachrichtungen Maschinentechnik, Mechatronik, Produktions- und Elektrotechnik sowie Kunststofftechnik und Wirtschaftsingenieurwesen zusammen mit einer Ausbildung an.
(Quelle, Foto: Phoenix Contact, Oktober 2010)


