Qualifiziertem Nachwuchs steht bei Lufthansa die Welt offen
Gautam Chopra war fünf oder sechs Jahre alt, als er Lufthansa zum ersten Mal bewusst wahrnahm – für ihn war es eine von vielen Fluggesellschaften, deren Gepäckanhänger er damals sammelte. „Das Sammeln und Tauschen dieser Anhänger war in der Schule unser großes Hobby“, erinnert sich der heute 28jährige Inder. Es dauerte rund zwanzig Jahre, bis er zum ersten Mal mit Lufthansa flog. Das war im Januar 2009 auf dem Weg zu einem Assessment Center in Frankfurt. Der junge Mann aus Delhi hatte eine Einladung für das Trainee-Programm „ProTeam“ von Lufthansa erhalten.
Das Trainee-Programm „ProTeam“ wurde entwickelt, um sogenannte Highpotentials als Führungskräftenachwuchs für Lufthansa zu gewinnen. Gesucht werden Hochschulabsolventen mit exzellentem Abschluss, betriebswirtschaftlichen Kenntnissen, unternehmerischem Denken, Auslandserfahrung und etlichen weiteren herausragenden Eigenschaften. Es geht um die Besten und Engagiertesten unter den jungen Akademikern. Wer sich für diese Menschen als potenzielle Mitarbeiter interessiert, muss selber einiges bieten. Denn viele Großunternehmen, Beratungsunternehmen und Anwaltskanzleien bemühen sich um sie. Kontakt zu den Studenten nehmen sie unter anderem im Rahmen von Recruitment-Veranstaltungen an renommierten Universitäten weltweit auf.
Gautam Chopra hat das „ProTeam“-Programm von Lufthansa an der Indian School of Business (ISB) in Hyderabad kennengelernt und vielen anderen Optionen vorgezogen. Ausschlaggebend für ihn waren der gute Ruf des Unternehmens, die spannende Branche („in der Luftfahrt hat Indien noch großes Entwicklungspotenzial“), die internationalen Einsatzmöglichkeiten und die Einblicke in alle Konzernbereiche, die das Trainee-Programm bietet.
„Unsere Trainees lernen in 18 Monaten die gesamte Konzernwelt kennen, können ihre eigenen Schwerpunkte setzen und in Projekten wertvolle Schnittstellenerfahrungen sammeln. Sie erhalten damit die Chance, sich schneller in Führungspositionen hinein zu entwickeln“, sagt Christoph Fay, verantwortlich für Personalmarketing und Talentsuche bei Lufthansa. Erstmals hat Lufthansa jetzt auch für Juristen ein eigenes, ebenfalls auf 18 Monate angelegten Trainee-Programm aufgelegt. Allen Bewerbern wird ein attraktives Gesamtpaket geboten. Darin enthalten sind ein Gehalt, Tantiemen, ein Versorgungssystem und die Möglichkeit, nach sechs Monaten sehr günstig zu fliegen. 150 000 Interessenten bewerben sich jährlich bei Lufthansa. Mit großer Sensibilität und Sorgfalt betreibt Lufthansa den Auswahlprozess. Es geht einerseits darum, die geeigneten Mitarbeiter für das Unternehmen zu rekrutieren. Andererseits soll auch niemand verprellt werden. „Jeder Bewerber hat hohe Erwartungen an Lufthansa. Diese dürfen wir nicht enttäuschen, auch wenn wir Bewerbern absagen müssen“, sagt Christoph Fay. Der Auswahlprozess verlaufe nach objektiven Kriterien und mit hoher Professionalität. Dabei kommt moderne Eignungsdiagnostik zum Einsatz. Rollenspiele etwa dienen dazu, die interkulturelle Kompetenz und die Teamfähigkeit von Bewerbern zu erkennen. Jede Position hat ihr spezifisches Anforderungsprofil. Die Persönlichkeit muss dabei ebenso passen wie die fachliche Qualifikation.
Gautam Chopra brachte beste Voraussetzungen für das „ProTeam“ mit. Vor seinem MBA-Studium an der ISB in Hyderabad hatte er in Großbritannien ein Ingenieurstudium absolviert und anschließend in London und Indien in Beratungsunternehmen gearbeitet. Nach erfolgreichem Telefoninterview und Online-Test durfte er zu einem eintägigen Assessment Center in Frankfurt antreten. Er überzeugte das Auswahlteam und wurde 2009 als einer von drei internationalen Absolventen (neben sechs deutschen) in das „ProTeam“ von Lufthansa aufgenommen.
Chopra zog mit seiner jungen Frau nach Frankfurt und stürzte sich mit Begeisterung in das Trainee-Programm. Sein Hauptanspruch war, verstehen zu lernen, wie das globale Geschäft funktioniert. Gleich zu Beginn konnte er einige Monate an einem strategischen Projekt von Lufthansa Cargo mitarbeiten, in dem es um die Integration der Verbund-Airlines bei Lufthansa ging. Alles war neu – Land, Sprache, Branche –, alles aufregend. Die zweite Station hieß Bangkok. Es war die Zeit politischer Proteste in Thailand und die Zeit des Vulkanausbruchs in Island. „Ich konnte erleben, wie Lufthansa in einer Krise agiert“, erinnert sich der Inder. Er habe in Bangkok gelernt, die Kundenseite zu verstehen. Überrascht stellte er dabei fest, wie verschieden die thailändische Kultur von der indischen ist. Eine Erfahrung für ihn persönlich, ebenso wie für Lufthansa, ein Winwin-Ergebnis. „Solche Erfahrungen kann man wohl nur bei Lufthansa machen“, schwärmt Gautam Chopra. Sein drittes Projekt führte ihn in die Welt der Joint Ventures. „Das betrifft 30 Prozent vom Gesamtgeschäft des Unternehmens und findet entsprechende Beachtung beim Vorstand“, erläutert Chopra. Auch hier hat er wohl überzeugt, denn inzwischen ist er Projektmanager im Bereich Verbund- und Joint Venture Partner geworden und hat mit Fluggesellschaften in vielen Ländern zu tun.
Gautam Chopra ist sich sicher, dass ein "internationaler Mind Set“ auch bei Lufthansa einen wichtigen Beitrag zum Geschäftserfolg leisten kann. Sein Traum ist es, es einmal bis ins Senior Management zu schaffen. Ein indischer Vice President oder Vorstand bei Lufthansa – das wäre es.
Umfassende Informationen über Ausbildungsmöglichkeiten, Nachwuchsprogramme, offene Stellen und den Bewerbungsprozess finden Interessenten unter: www.Be-Lufthansa.com
(Quelle, Foto: Lufthansa, 04.11.2011)


