Die attraktivsten Arbeitgeber Europas
Die international agierende Managementberatung Hewitt Associates hat 2005 zum zweiten Mal die attraktivsten Arbeitgeber für Führungskräfte in Deutschland und Europa ermittelt. Die von Hewitt als attraktiv bewerteten Unternehmen bieten Führungskräften herausragende Karrierechancen, da sie insbesondere in ihre Entwicklung investieren. Bei 70 Prozent der zehn attraktivsten Arbeitgeber ist die Entwicklung von Führungskräften sogar Chefsache.
Dies ist ein Ergebnis der Hewitt-Studie Top Companies for Leaders, die in Deutschland in Kooperation mit der Managementberatung Kienbaum durchgeführt wurde. Der aktive Einsatz des Top-Managements ist für eine erfolgreiche Nachfolgeplanung von großer Bedeutung. Beteiligt sich die Unternehmensleitung an der Beurteilung, Auswahl und Entwicklung der Nachwuchskräfte, sind die Unternehmen wirtschaftlich erfolgreicher, so Piotr Bednarczuk, Geschäftsführer der Hewitt Associates GmbH in Deutschland.
Vier deutsche Unternehmen unter den zehn besten Europas
BMW AG, Deutsche Lufthansa AG, Degussa AG und Voith AG sind Deutschlands attraktivste Arbeitgeber für Führungskräfte. Nummer eins auf der Liste der besten europäischen zehn Unternehmen ist die Schweizer Großbank UBS dicht gefolgt von LOréal (Frankreich), der Royal Bank of Scotland (Schottland) und der BMW AG (Deutschland). Auf den Plätzen fünf bis zehn finden sich Vodafone (Großbritannien), Deutsche Lufthansa AG (Deutschland), Randstad Holding (Niederlande), Degussa AG (Deutschland), Voith AG (Deutschland) und ING (Niederlande).
Die Unterschiede im Ranking sind minimal, alle bestplatzierten Unternehmen sind Top-Unternehmen für Führungskräfte. Verglichen mit den Ergebnissen der letzten Studie aus dem Jahr 2003 haben sich einzelne Unternehmen nicht verschlechtert. Im Gegenteil: Es ist offensichtlich, dass Firmen verstärkt in die Führungskräfteentwicklung investieren und somit die Messlatte von Jahr zu Jahr höher liegt. An der Studie Top Companies for Leaders beteiligten sich 101 der größten europäischen Unternehmen, 38 davon aus Deutschland. Alle Teilnehmer beantworteten einen ausführlichen Fragebogen zu verschiedenen Aspekten der Führungskräfteentwicklung, mit rund 40 Teilnehmern führte Hewitt zusätzlich Interviews.
Verantwortung stärken und Entwicklungsaspekte kombinieren
Top-Manager werden dann erfolgreich entwickelt, wenn der Einsatz der verantwortlichen Führungskräfte für die Entwicklung mit positiven und auch negativen Konsequenzen belegt wird. Aktive Nachwuchs-kräfteentwicklung kann sich beispielsweise in der Karriereentwicklung oder der Vergütung zeigen. Wichtig ist auch, dass Verbindungen zwischen einzelnen Aspekten der Führungskräfteentwicklung geschaffen werden. Erst wenn die Entwicklung von Talenten mit der Leistungsbeurteilung und der Nachfolgeplanung kombiniert werden, erhalten Unternehmen die notwendige Transparenz, um die richtigen Positionen mit den richtigen Mitarbeitern zur richtigen Zeit besetzen zu können. Gerade UBS, der Spitzenreiter der Studie, zeichnete sich hierin besonders aus.
Fortbildung führt weiter
In allen zehn Top-Firmen hat praxisnahes Lernen Vorrang. Alle nutzen externe Coaching-Angebote, 60 Prozent der Unternehmen bieten individuelle Mentoring-Programme an und in 80 Prozent der europäischen Top Ten wird Fortbildung in Form von wechselnden beruflichen Einsätzen praktiziert. 90 Prozent der befragten Unternehmen haben in den vergangenen zwölf Monaten die Programme zur Führungskräfteentwicklung verändert. Management-Seminare wurden praxisorientierter und schlanker gestaltet. Die Identifizierung des Führungsnachwuchses findet bei 70 Prozent bereits auf der untersten Mitarbeiterebene statt. Für die richtige Einschätzung der Managerkompetenz nutzen 78 Prozent der besten Zehn 360 Grad Feedbacksysteme.
Handlungsempfehlungen für Top-Manager:
Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass sich talentierte Nachwuchskräfte langfristig an ein Unternehmen binden. Gerade die oberen Führungsebenen sind hier stark gefordert. Piotr Bednarczuk, Deutschland-Chef von Hewitt Associates, rät Top-Managern:
- Mitmischen: Eine gute Entwicklung der Führungskräfte ist nur möglich, wenn sich das Top-Management aktiv an der Beurteilung, Auswahl und Entwicklung der Nachwuchskräfte beteiligt.
- Verantwortung stärken: Stärken Sie die Verantwortung der Führungskräfte für die Entwicklung der Nachwuchs-Manager mit positiven und auch negativen Konsequenzen. Erfolg kann sich beispielsweise in der Karriereentwicklung oder der Vergütung zeigen.
- Kombinieren: Schaffen Sie Verbindungen zwischen der Entwicklung von Talenten, der Leistungsbeurteilung und der Nachfolgeplanung. So besetzen Sie die richtigen Positionen mit den richtigen Mitarbeitern zur richtigen Zeit.
Top Companies for Leaders 2005
- UBS; Schweiz
- LOréal S.A.; Frankreich
- Royal Bank of Scotland; Großbritannien
- BMW AG; Deutschland
- Vodafone Group plc; Großbritannien
- Deutsche Lufthansa AG; Deutschland
- Randstad Holding; Niederlande
- Degussa AG; Deutschland
- Voith AG; Deutschland
- ING Group N.V.; Niederlande
Top Companies for Leaders 2003
- LOréal S.A.; Frankreich
- BMW AG; Deutschland
- Nokia Corporation; Finnland
- Vodafone Group plc; Großbritannien
- Nestlé S.A.; Schweiz
- AstraZeneca plc; Großbritannien
- Tesco plc; Großbritannien
- UniCredito Italiano S.p.A.; Italien
- Banco Bilbao Vizcaya Argentaria; Spanien
- Pearson plc; Großbritannien
(Quelle: Hewitt Associates GmbH, 19.09.2005)


