Gesucht: Unternehmergeist für den guten Zweck – Preis für "Social Entrepreneur 2009"
Die Schwab Stiftung, die Wirtschafts- und Finanzzeitung Financial Times Deutschland und die Unternehmensberatung The Boston Consulting Group zeichnen Unternehmer im sozialen Bereich aus – Bewerbungen sind bis zum 31. Juli 2009 möglich
Viele Unternehmen engagieren sich sozial – und umgekehrt: Soziale Ziele können mit unternehmerischem Handeln erfolgreich umgesetzt werden. Mit dem Preis "Social Entrepreneur 2009“ zeichnet die Schwab Stiftung, Schwesterorganisation des Weltwirtschaftsforums in Davos, gemeinsam mit der Financial Times Deutschland und The Boston Consulting Group (BCG) Personen und Organisationen aus, die mit innovativen Ideen, Produkten oder Angeboten soziale Ziele verfolgen und dabei unternehmerisch vorgehen. Der Begriff "sozial" ist dabei weit gefasst: Social Entrepreneurs können Gründer eines Unternehmens oder einer Non-Profit-Organisation in so unterschiedlichen Bereichen wie Umweltschutz, Gesundheitswesen, Arbeitsmarkt oder Bildung sein. Voraussetzung für eine Bewerbung ist, dass sie auf ökonomische Konzepte setzen und ihre Arbeit nicht ausschließlich durch Spenden oder staatliche Zuschüsse finanzieren.
Teilnahme am europäischen Wirtschaftsgipfel
Auf den Gewinner, der im Herbst prämiert wird, wartet eine Einladung zum europäischen Treffen des Weltwirtschaftsforums im Mai 2010. Darüber hinaus bietet ihm die Aufnahme in das globale Netzwerk der Schwab Stiftung für Social Entrepreneurship Gelegenheit zum Austausch mit Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft. Neben einer kostenlosen Beratung erhält der Preisträger auch Zugang zu Stipendien für eine Managementweiterbildung an international führenden Universitäten wie der Harvard Business School, der Stanford University oder INSEAD.
Wie sich Unternehmergeist und soziales Engagement zu innovativen Angeboten verbinden, zeigt das Beispiel des "Social Entrepreneur 2008": Ramazan Salman aus Hannover ist Gründer des "Ethno-Medizinischen Zentrums" und hat 500 Migranten als "Gesundheitslotsen" ausgebildet. Sie nehmen Landsleuten in Deutschland die Angst vor dem Arztbesuch, können Tabuthemen wie AIDS besser ansprechen und informieren über Gesundheitsvorsorge. Die bundesweite Arbeit mit Migranten für Migranten finanziert der Hannoveraner nicht nur mit staatlichen Geldern, sondern er sucht gezielt Unternehmenssponsoren und bietet kostenpflichtige Dolmetscherdienste an, wenn Krankenhäuser nach Übersetzern suchen.
Über den "Social Entrepreneur 2009" entscheidet eine Jury, zu der neben den Initiatoren Hilde Schwab, Vorsitzende der Schwab Stiftung, Dr. Dieter Heuskel, Chairman von BCG Deutschland, und Steffen Klusmann, FTD-Chefredakteur, weitere namhafte Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft zählen.
(Quelle: BCG, 13.07.2009)


