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Stuttgarter Graduiertenschule GSaME gewinnt

Stuttgarter Graduiertenschule GSaME gewinnt Best Practice Award zur Verbesserung der Ingenieurpromotion.

In der Kategorie „Erwerb von außerfachlichen Qualifikationen und Schlüsselqualifikationen in der Ingenieurpromotion“ erhält die Graduiertenschule advanced Manufacturing Engineering in Stuttgart – GSaME – am 24. Mai 2011 einen „Best Practice Award zur Verbesserung der Ingeni-eurpromotion“, den die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften gemeinsam mit 4ING, TU9 und ARGE TU/TH ausgeschrieben hat. Der Preis wird im Rahmen des Symposiums „Ingenieurpromotion – Stärken und Qualitätssicherung“ in Berlin an Prof. Dr.-Ing. Engelbert Westkämper, den Sprecher der GSaME, übergeben.

Ziel der Stuttgarter Graduiertenschule GSaME ist es, mit ihrem kooperativen, interdisziplinären Promotionsprogramm optimale Bedingungen für die Qualifizierung von hervorragenden Fachkräften zu bieten. Die Ausbildung ist orientiert an den aktuellen und zukünftigen Anforderungen eines wettbe-werbsintensiven, globalen Arbeits- und Marktumfeldes und den daraus erwachsenden Fach- und Füh-rungsaufgaben im universitären und industriellen Kontext. Leistungsfähige Nachwuchskräfte, Erkenntnisfortschritt und Innovationsimpulse aus der Forschung sind insbesondere für die Industriezweige Automobilbau, Maschinen- und Anlagenbau, Elektrotechnik mit ihrer Schlüsselstellung im globalen Wettbewerb unerlässlich. Forschung zu neuen Produktionstechnologien und -systemen und daraus resultierende Innovationen bieten Chancen für eine nachhaltige, zukunftsfähige Produktion am Standort Deutschland.

Das Besondere des innovativen und bundesweit einzigartigen Organisations- und Strukturmodells der Stuttgarter Graduiertenschule ist die zentrale Grundidee, das bewährte duale Prinzip für die Promotionsphase konsequent weiterzuentwickeln. In der Verbindung von anspruchsvoller wissenschaftsorientierter und industrierelevanter Forschung und Qualifizierung, Technologie und Management, Praxis und Theorie qualifiziert die Graduiertenschule GSaME in der Promotionsphase Nachwuchskräfte aus den Ingenieurwissenschaften, der Informatik und der Betriebswirtschaft interdisziplinär und international und kooperiert dabei eng mit der Wirtschaft.

Als preiswürdig im Bereich außerfachlicher Schlüsselqualifikationen wird das Konzept in seinem Selbstverständnis der Promotion als erste berufliche Phase in Verbindung mit einem an die individuellen Fähigkeiten der Promovierenden und die Anforderungen ihres Forschungsthemas angepassten Qualifizierungsprogramm mit methodischen, inhaltlich-fachlichen und außerfachlichen Angeboten hervorgehoben. Die Qualifizierung der Promovierenden erfolgt nach dem Anspruch, die bewährten Erfolgsfaktoren Eigenverantwortung, Selbständigkeit und Selbstorganisation konsequent anzuwenden. Methodische Arbeitsweise und analytisches Denken, die Affinität zu interdisziplinärem Arbeiten, die Fähigkeit zu Kommunikation und wissenschaftlichem Austausch sowie der Umgang mit geistigem Eigentum und Teamarbeit werden gezielt bei den Promovierenden entwickelt.

Das Programm unterstützt die gesamte Persönlichkeitsentwicklung, zielbewusstes Handeln und den Austausch der zukünftigen Führungskräfte mit fachverwandten Themen und Forschungsansätzen sowie den Umgang mit Komplexität. Die Aneignung anwendungsrelevanten Wissens und der Erwerb überfachlicher und industrierelevanter Kompetenzen sind besonders hervorzuheben.

„Die Auszeichnung der acatech macht uns stolz“, so Prof. Westkämper, der Sprecher der GSaME. „Wir sehen unsere Graduiertenschule als einen Beitrag zur Weiterentwicklung im Rahmen strukturierter Promotionsprogramme mit dem Anspruch, die anerkannte Qualität der Ingenieurpromotion in einem Best Practice Modell zu sichern. Wir generieren aber auch wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse darüber, wie Produktion am Standort zukunftsfähig gestaltet werden muss.“

Das Profil der GSaME führt zum Erfolg Die Graduiertenschule advanced Manufacturing Engineering in Stuttgart kann drei Jahre nach ihrer Etablierung im Rahmen der Exzellenzinitiative bereits erfolgreich Zwischenbilanz ziehen. Sie hat in Kooperationen mit nahezu 20 namhaften Firmen des Maschinenbaus, der Elektrotechnik oder dem Automobilbau 60 Promovierende gewonnen. Konkrete Ergebnisse für die Wirtschaft, eine kontinuierlich steigende Nachfrage, eine positive Resonanz auf nationalen und internationalen Fach-kongressen und erste Auszeichnungen für Promovierende sowie die erste abgeschlossene Promotion belegen den Erfolg der GSaME.

Die Forschungsthemen der GSaME werden mit einem besonders hohen wissenschaftlichen Anspruch formuliert. Genauso wichtig ist es jedoch, dass sie auch dem entsprechen, was die Wirtschaft mittel- und langfristig an anwendungsrelevanten Lösungsansätzen für ein neues Paradigma der industriellen Produktion benötigt. Der Nutzwert für die Forschung an der Universität liegt auf der Hand: Rückkopp-lung und Anregungen, welche Themen für die Industrie in Zukunft von Bedeutung und welche Proble-me zu lösen sind.

Wie sieht das Angebot an die Industrie aus? Die GSaME bildet während der Promotionsphase hervorragende Absolventen der Ingenieurwissen-schaft und Betriebswirtschaft sowie der Informatik zu Nachwuchskräften aus, deren individuelle Stär-ken und Kompetenzen gezielt ergänzt werden. Die Forschungsthemen werden gemeinsam von Industriepartnern und Professoren der GSaME definiert. Die Partner sind, über die direkten Forschungsarbeiten hinausgehend, in vielfältiger Weise in das weithin anerkannte Forschungsumfeld industrieller und öffentlicher Forschung der GSaME eingebunden. Sie wählen die Promovierenden, die sich auf „ihr“ Thema beworben haben, mit aus, lernen potentielle Führungskräfte bereits früh kennen und können sie für ihr Unternehmen gewinnen.

Die gute Relation zwischen Betreuer und Promovierenden sowie der enge Kontakt zwischen Professoren gewährleisten optimale Ergebnisse für das Unternehmen und den Zugang zu neuestem wissenschaftlichen Know-how.

Was ist der Vorteil für die Promovierenden? In der GSaME wird die Persönlichkeitsentwicklung während der Promotionsphase gezielt in Forschung und Ausbildung gefördert und gefordert. Die Promovierenden bearbeiten anspruchsvolle Forschungsthemen, u.a. in Partnerunternehmen, und lernen die industrielle Praxis und einen potentiellen Arbeitgeber frühzeitig kennen. Jeder Promovierende qualifiziert sich nach einem eigenen, auf seine Stärken abgestimmten Curriculum. Das internationale Umfeld der GSaME bietet vielfältige Möglichkeiten für das globale Networking. Der Besuch internationaler Konferenzen und Kolloquien mit Forschern bringt die Promovierenden auf den neuesten Stand internationaler Forschung. Die GSaME bietet ihnen hervorragende Rahmenbedingungen, sich für eine Führungsaufgabe in international agie-renden Unternehmen zu profilieren. Die Promovierenden können ein Stipendium erhalten. Die Promotion wird in maximal vier Jahren abgeschlossen.

(Quelle: Universität Stuttgart, 24.05.2011)

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