Exportschlager duales Studium
Die DHBW hat einen Kooperationsvertrag mit einer der ältesten Universitäten Spaniens geschlossen und intensiviert damit ihr seit über 20 Jahren bestehendes Engagement in dem südeuropäischen Land. Nach dem Aufbau einer Dualen Hochschule in Singapur Ende 2010 treibt die Duale Hochschule Baden-Württemberg damit ihre Internationalisierung weiter konsequent voran.
510 Jahre liegen zwischen der Gründung der Universidad de Alcalá de Henares (UAH) in Madrid und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Dass ein solcher Altersunterschied einer fruchtbaren Zusammenarbeit keinesfalls im Wege steht, hat die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags der beiden Hochschulen im Februar 2011 deutlich gemacht. Die Zusammenarbeit basiert auf der bereits seit 20 Jahren bestehenden Kooperation zwischen der ehemaligen Berufsakademie (der Vorgängerinstitution der DHBW) und der Europäischen Wirtschaftsakademie (EWA) in Madrid.
Anfang der 1990er Jahre schlossen sich zahlreiche deutsche Unternehmen in Spanien zusammen, um nach dem Vorbild der baden-württembergischen Berufsakademien eine duale Ausbildung für Nachwuchskräfte ins Leben zu rufen. In enger Kooperation mit der damaligen Berufsakademie Mosbach gründeten die Partnerunternehmen die EWA, die für Abiturienten mit sehr guten Deutsch- und Spanisch-Kenntnissen eine Synthese von betriebswirtschaftlichem Studium und praktischer Berufsausbildung bot.
Seit Oktober 2010 ist das Studienangebot der EWA in das Programm der Universität Alcalá integriert, im Februar erfolgte nun der offizielle Vertragsschluss zwischen der DHBW und der Alcalá zur Fortführung der Zusammenarbeit. Die Studierenden der EWA wechseln nach zwei Jahren Studium in Spanien nach Deutschland und erhalten nach erfolgreichem Abschluss des dritten Jahres sowohl den Bachelor Abschluss der DHBW als auch den Grado Management in Industry der UAH.
Das in Spanien einzigartige duale Studienprogramm zeichnet sich vor allem durch seine konsequent durchgängige Internationalität und Interkulturalität aus: Sämtliche beteiligte Partnerfirmen engagieren sich in Deutschland und Spanien, die Studierenden beherrschen beide Sprachen fließend und die Vorlesungen werden in Deutsch und Spanisch gehalten. Die Dozenten stammen ebenfalls aus beiden Ländern und die Kurse werden um spezielle spanische Lehrinhalte angereichert, wie etwa die spanische Bilanzierung. Dadurch lernen die Studierenden die Studien-, Arbeits- und Unternehmenskultur beider Länder intensiv kennen und werden optimal auf eine Tätigkeit in einem deutsch-spanischen Unternehmen vorbereitet.
(Quelle: Duale Hochschule Baden-Württemberg, 25.02.2011)


