Promovieren in Passau und Lyon
Seit Sommer letzten Jahres können Doktoranden der Universität Passau die Hälfte ihrer dreijährigen Promotionszeit in Frankreich verbringen. Ermöglicht wird der Aufenthalt vom deutsch-französischen Doktorandenkolleg „Multimedia, Distributed and Pervasive Systems“ (MDPS).
Sechs Doktoranden der Universität Passau und der Universität INSA Lyon treten dieses Jahr ihre Promotionszeit im Ausland an. Das deutsch-französische Doktorandenkolleg bietet die Möglichkeit einer bi-nationalen Ausbildung und verleiht ihnen nach Abschluss der Promotion das deutsche und das französische Doktorandendiplom. Absolventen des Programms dürfen sich nach ihrer Promotion dann sowohl Doktor, als auch Docteur nennen.
Das Forschungsprogramm des MDPS beinhaltet dabei die Bereiche Multimedia Systeme, pervasive Systeme und Anwendungen sowie verteilte Systeme/Datenbanken. Ziel ist die hochqualifizierte Ausbildung von französischen und deutschen Fachkräften auf diesen Gebieten. Zudem wird die Kooperation der beiden Lehrstühle gefördert und die Zusammenarbeit und Vernetzung erleichtert. So wird die zukünftige wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland nachhaltig unterstützt.
Das Promotionsprogramm beinhaltet neben der intensiven Betreuung der Doktoranden unter anderem Sprachkurse und die Vermittlung von Softskills wie Projektmanagement oder Hochschuldidaktik. In zwei halbjährig stattfindenden Workshops haben die Teilnehmer Gelegenheit, den Stand ihrer Dissertation vorzustellen und sich auszutauschen.
Voraussetzung für die Bewerbung ist der Master oder das Diplom, sehr gute Englischkenntnisse sowie gute Kenntnisse in Deutsch oder Französisch. Zudem besteht die Möglichkeit, sich um ein Stipendium zu bewerben.
Für Doktoranden, die für gewisse Zeit abseits der heimatlichen Universität promovieren und gleichzeitig eine andere Kultur kennenlernen wollen, ist das deutsch-französische Doktorandenkolleg eine tolle Möglichkeit.


