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Studieren in Deutschland: Universitäten und Fachhochschulen
 

Mehr Studierende mehr Stellen?

In Sachsen gilt das nicht/ Universität Leipzig muss trotz steigender Studierendenzahlen und anhaltender Unterfinanzierung 48 Stellen kürzen

Am gestrigen Dienstag, den 13.12.2011, hat das Rektorat der Universität Leipzig im akademischen Senat seine Pläne für die aktuelle Hochschulentwicklungsplanung vorgestellt. Darin enthalten waren Vorstellungen zur Umsetzung der Kürzungen, welche vom Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) derzeit von den Hochschulen abfragt.

Hierbei wurde deutlich aufgezeigt, dass die Demographieprognosen des SMWK schon jetzt nicht eintreffen. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren ausweiten. Dem großen Einbruch, der vom SMWK prognostiziert wird, stehen steigende Immatrikulationszahlen gegenüber. Aus diesem Grund appellieren die studentischen Senator_innen an die sächsische Staatsregierung, die Kürzungen zu prüfen und zu verwerfen. Ebenfalls sollte das Rektorat sich bei der Profilbildung an der Universität Leipzig nicht von den Zwängen leiten lassen, die das Ministerium von oben nach unten befohlen hat. “Die Kürzungen im Hochschulbereich sind argumentativ an keiner Stelle haltbar. Dieses politische Zeichen muss von der Hochschule aus gesendet werden und das mit drastischen Mitteln”, so Salome Adam, studentisches Mitglied des akademischen Senats.

Das Rektorat der Uni Leipzig ist derzeit bemüht möglichst strukturiert die Kürzungen an der Hochschule umzusetzen. “Dass Profilbildung automatisch etwas mit Kürzungen zu tun hat, ist schlicht weg falsch gedacht. Die Kürzungen werden eine Menge Schaden anrichten, der am Ende nicht mehr gut zu machen ist. Die Uni Leipzig hat nicht zu viele, sondern zu wenig Stellen, um auch nur das derzeitige Angebot vernünftig an zu bieten. Von Profilbildung ist hier noch gar nicht die Rede”, so Salome Adam.

(Quelle: Universität Leipzig, studentischen Vertreter*innen des akademischen Senats, 14.12.2011)

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