Neue Weiterbildung »Strategien zur Inklusion«
Der neue Weiterbildungskurs "Strategien zur Inklusion" der Fachhochschule Köln startet Ende März. Planungs- und Gestaltungsentscheidungen haben auch immer soziale Inklusion oder Ausschluss (Exklusion) zur Folge. Inklusion geht weit über Integration und Diversity hinaus. Es geht darum Inklusion zu denken, um sie zu planen und zu gestalten und damit den Prozess zu einer »inklusiven Gesellschaft« zu unterstützen.
»Strategien zur Inklusion« heißt das neue Weiterbildungsangebot der Fachhochschule Köln, das Ende März 2012 zum ersten Mal startet. Mit der Anerkennung der UN-Behindertenrechtskonvention im März 2009 hat sich Deutschland zur Inklusion verpflichtet. Damit hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden. Um Inklusion zu verwirklichen, müssen Verantwortliche auf allen Ebenen – in öffentlichen Institutionen wie auch in privaten Unternehmen – Zusammenarbeitsformen entwickeln, die dazu beitragen allen Menschen eine vollständige gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Das gilt für Menschen mit Behinderungen ebenso wie für Senioren, Migranten oder viele andere Gruppierungen wie auch Kinder und Jugendliche mit besonderen Herausforderungen. Die kostenpflichtige Weiterbildung (3920 €) wird in Kooperation mit vier Fakultäten (Angewandte Sozialwissenschaften, Kulturwissenschaften, Architektur und Bauingenieurwesen) vom Zentrum für akademische Qualifikationen und wissenschaftliche Weiterbildung.(ZaQwW) der Hochschule durchgeführt. Die Weiterbildung umfasst 16 ganztägige Seminartage mit Praxisprojekten und Werkstatttagen, die sich über zwei Semester erstrecken. Nach erfolgreicher Abschlussprüfung erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat. Anmeldeschluss für den ersten Weiterbildungskurs ist der 9. Februar 2012.
Planungs- und Gestaltungsentscheidungen haben auch immer soziale Inklusion oder Ausschluss (Exklusion) zur Folge. Inklusion geht weit über Integration und Diversity hinaus. Es geht darum Inklusion zu denken, um sie zu planen und zu gestalten und damit den Prozess zu einer »inklusiven Gesellschaft« zu unterstützen. Es geht nicht nur um technische Lösungen (Wohnungs- und Umgebungsumgestaltung, Gebrauchsgegenstände, Mobilität und Bildung) sondern darum, Strategien zu entwickeln, um strukturelle Anpassungen im eigenen beruflichen Aufgabenfeld zu initiieren.
Das Weiterbildungsangebot »Strategien zur Inklusion« richtet sich an Führungskräfte sowie persönliche Referentinnen und Referenten, Stäbe oder an das mittlere Management sowie an all diejenigen, die Entscheidungen planerisch umsetzen. Dazu zählen u. a. Führungskräfte von Bund, Ländern, Regierungsbezirken, Straßenbauverwaltungen, Kommunen sowie Kommunalverbänden und von Wohnungsbauunternehmen, Planungsbüros, Wohlfahrtsverbänden, Unternehmen aller Art aus dem gewerblichen Bereich sowie Krankenhäusern und Hochschulen. Das neue Weiterbildungsangebot unterstützt die Entwicklung einer inklusiven Haltung. Setzt in der Regel die Teilhabe den Erwerb gewisser Kenntnisse oder Fähigkeiten voraus, geht es bei der Inklusion darum, die Strukturen und Voraussetzungen für die Teilhabe aller zu schaffen, ohne Vorleistungen einzufordern. Also um Gestaltungsformen zu entwickeln, bei denen der Teilhabe- und Gleichberechtigungsgedanke handlungsleitend ist.
Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. 19700 Studierende werden von rund 430 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des Instituts für Tropentechnologie umfasst rund 70 Studiengänge, jeweils etwa die Hälfte in Ingenieurwissenschaften bzw. Geistes- und Gesellschaftswissenschaften: von Architektur über Elektrotechnik und Maschinenbau, Design, Restaurierung, Informationswissenschaft, Sprachen und Soziale Arbeit bis hin zu Wirtschaftsrecht und Medieninformatik sowie Angewandte Naturwissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverbund UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte und zertifizierte umweltorientierte Einrichtung und als familiengerechte Hochschule zertifiziert.
Seit 2011 bündelt die Fachhochschule Köln ihre Weiterbildungsangebote für Studierende und externe Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Bereichen Sprachenlernen, Schlüsselkompetenzvermittlung, Bildungsübergänge begleiten und wissenschaftliche Weiterbildung im Zentrum für akademische Qualifikationen und wissenschaftliche Weiterbildung (ZaQwW). Das ZaQwW hat Modellcharakter für andere Hochschulen.
(Quelle: Fachhochschule Köln, 20.01.2012)


