5 Jahre BayernMentoring an der Hochschule Ingolstadt
78 aktive Teilnehmerinnen im Wintersemester 2010/11 / Stufe 3 des Mentoring erstmals gestartet
Die Hochschule Ingolstadt führt auch zum Wintersemester 2010/11 das BayernMentoring weiter fort, mit dem Studentinnen in den technischen Studiengängen begleitet und gefördert werden sollen. „Ich freue mich, dass das Mentoring sich an der Hochschule Ingolstadt etabliert hat und von immer mehr Studentinnen genutzt wird“, betont Prof. Sabine Bschorer, stellvertretende Frauenbeauftragte der Hochschule. Prof. Bschorer hat das Projekt an der Hochschule mit viel Engagement ins Leben gerufen und wird dabei seit über drei Jahren durch Karin Wierich, Koordinatorin des BayernMentorings an der Hochschule, tatkräftig unterstützt. Die Hochschule Ingolstadt war von Beginn an im Wintersemester 2005/06 beim BayernMentoring dabei.
In Stufe 1 des BayernMentorings erfolgt die Förderung von Studentinnen ab dem 3. Fachsemester der technischen Studiengänge durch Fachfrauen aus der Industrie, die Hilfen für Praktika, Bachelorarbeiten und den Berufseinstieg an ihre „Schützlinge“ weitergeben. Während 2005/2006 zehn Studentinnen von Ingenieurinnen betreut wurden, sind in diesem Wintersemester bereits 20 sog. Tandems zustande gekommen, die eine Vielzahl von Aktivitäten (Seminare, Vorträge, Besichtigungen, Stammtische) gemeinsam durchführen. Seit dem Start im Wintersemester 2005/06 gab es bereits über 80 solcher Tandems. Unterstützt wird die Hochschule Ingolstadt dabei von Ingenieurinnen u. a. von AUDI, Continental, EADS (CASSIDIAN, Eurocopter), E.ON, SGL Carbon und dem Deutschen Patent- und Markenamt.
Stufe 2 legt den Fokus auf die Förderung von Studentinnen im 1./2. Fachsemester der technischen Studiengänge durch Studentinnen höherer Semester - idealerweise aus dem gleichen Studiengang. Durch den Kontakt mit den erfahrenen Studentinnen soll den Studienanfängerinnen der Einstieg ins Studium erleichtert werden. Bei den gemeinsamen Veranstaltungen mit den Teilnehmerinnen der Stufe 1, knüpfen sie Kontakte zu Ingenieurinnen und werden Teil des stetig wachsenden Mentoring-Netzwerkes. Im Wintersemester 2010/11 haben sich 15 Teams mit 15 JuniorMentorinnen und 36 JuniorMentees gebildet.
Neu an der Hochschule Ingolstadt ist in diesem Jahr Stufe 3 des BayernMentorings. Technik-interessierte Schülerinnen an weiterführenden Schulen werden in Kooperation mit der Hochschule von erfahrenen Studentinnen informiert und bei Projekten betreut. Dabei sollen sie Einblick in Inhalte der technischen Studiengänge gewinnen und eine Entscheidungshilfe bei der Wahl des für sie passenden Studiengangs erhalten.
Die Gründe zur Einführung des Mentorings an der Hochschule sind vielfältig. Die Hochschule möchte vor allem dazu beitragen, die Begeisterung von Schülerinnen an technischen Berufen und damit einem technischen Studium zu wecken und Studentinnen während ihres Studiums zu unterstützen. Die Unterstützung zielt auf die Kompensation der Nachteile für Frauen ab, die sich daraus ergeben, dass sie sich in den technischen Studiengängen deutlich in der Minderheit befinden. Das Bayern Mentoring soll langfristig dazu beitragen, den Frauenanteil in den sog. MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu steigern.
(Quelle: FH Ingolstadt, 08.12.2010)


