Die inova 2009 in Ilmenau – größte Firmenkontaktmesse Mitteldeutschlands
Seit Jahren gilt die inova Ilmenau als eine der etablierten Karriereplattformen in Mitteldeutschland. 2009 jährt sich ihr Bestehen bereits zum 14. Mal. 130 Austeller präsentierten sich am 20. und 21. Oktober in der Ilmenauer Campussporthalle dem interessierten Publikum. Damit ist die Anzahl der teilnehmenden Unternehmen zwar nach einer Rekordausstellerzahl 2008 zurückgegangen, trotzdem ist das Wachstum des Karriereevents in Ilmenau enorm. Die Startausstellerzahl 1996 betrug noch bescheidene 19 Unternehmen. Das Besondere an der inova: Das Event wird ehrenamtlich von Studenten der TU Ilmenau organisiert. In diesem Jahr hat das 70-köpfige Team einen großen Teil der Freizeit investiert, um trotz Wirtschaftskrise Unternehmen für das Projekt zu gewinnen. So konnten die Besucher auch 2009 im persönlichen Gespräch mit den Firmenvertretern Informationen über aktuelle Praktikums-, Abschlussarbeits- und Jobangebote einholen und sich ein Bild über die jeweilige Unternehmenskultur machen. Das Angebot war dank des ehrenamtlichen Engagements der Veranstalter auch in diesem Jahr wieder für alle Besucher frei.
Auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen. Im Vorfeld der Messe fand eine Warm-Up-Week statt. In dieser Woche konnten sich die Studenten von Profis optimal auf die Anforderungen des Bewerbungsprozesses vorbereiten lassen. Diplompsychologen, Personalleiter und Headhunter zeigten in Seminaren und Workshops, worauf es bei der Onlinebewerbung, im Assessment Center und im Vorstellungsgespräch ankommt. Außerdem wurde über den bewussten Einsatz von Rhetorik und Körpersprache und das richtige Verhalten auf der Messe informiert. In der Studylounge und im Präsentationsraum fanden an den Messetagen Vorträge ausgewählter Unternehmen statt, wo Studenten zusätzlich zum Standbetrieb die Chance hatten, sich über Einstiegsmöglichkeiten und Unternehmenskultur ihrer Wunschunternehmen zu informieren. Interessierte konnten ihr Profil im Rahmen der von einigen Unternehmen angebotenen Bewerbungsmappenchecks prüfen lassen. Hier boten sich interessante Möglichkeiten, um den wichtigsten ersten Eindruck bei einer Bewerbung zu optimieren.
Im Messegeschehen selbst kam es dann darauf an, sich richtig zu präsentieren. Wie immer auf Bewerbermessen gilt: Vorbereitung ist das A und O. Je nach dem persönlichen Ziel kann sie unterschiedlich umfangreich ausfallen. Will man sich erstmal umfassend informieren und hat nicht unbedingt den Wunsch, bei genau diesem Unternehmen einen Job oder ein Praktikum zu finden, kann man relativ spontan an den Messestand herantreten. Ist es jedoch das Ziel, bei seinem Wunschunternehmen den Traumjob zu ergattern, kommen Fragen wie: „Und was machen Sie so?“ nicht besonders gut an. Immer daran denken: Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Will man im Gedächtnis des Personalentscheiders bleiben und sich für eine spätere Anstellung empfehlen, sollte man mindestens die eigenen beruflichen Wünsche und Ziele sowie einige Informationen zu dem jeweiligen Unternehmen parat haben. Idealerweise hat man sich schon einen Gesprächseinstieg mit einigen klugen und nicht alltäglichen Fragen überlegt, mit denen man aus der Masse heraus sticht. Auch wenn die inova eine vergleichsweise kleine Messe mit familiärer Atmosphäre ist, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, gilt es aufzufallen, und das natürlich möglichst positiv.
Es war durchaus spürbar, dass 2009 die Wirtschaftskrise auch die inova erreicht hat. Die Unternehmen waren zögerlich mit der Zusage ihrer Teilnahme an der Messe und hatten den Interessenten auch weniger Jobs anzubieten. Außerdem war die Besucherzahl höher als in den Vorjahren, was sicher auch an den vielen Absolventen liegt, die auch Monate nach Studienabschluss noch auf Jobsuche sind. Trotzdem kann man sagen, dass das Event eine tolle Chance war, mit Firmenvertretern ins Gespräch zu kommen und wichtige Kontakte zu knüpfen. Denn engagierte Studenten und Absolventen wie auch die ausstellenden Unternehmen wissen: Gute Leute werden immer gebraucht.
Julia Schultz


