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Workshop: Metaphern in der Wissenschaftspraxis

Mit dem Gebrauch und der Funktion von Metaphern in der Wissenschaftspraxis beschäftigt sich ein Workshop, zu dem das Marsilius-Kolleg der Universität Heidelberg vom 30. Mai bis zum 1. Juni 2011 einlädt.

Dabei geht es um die Frage, wie Sprachbilder Denkstrukturen formen. Im Internationalen Wissenschaftsforum kommen dazu Vertreter aus allen Wissenschaftsbereichen zusammen, um die Praxis der Sprache exemplarisch anhand von 13 Disziplinen zu analysieren. Das Spektrum reicht von den Neurowissenschaften bis zur Theologie. Zugleich sollen auch fächerübergreifende Berührungspunkte und das Thema interdisziplinäre Zusammenarbeit diskutiert werden.

„Der Frage, wie sprachliche Muster die Denkpraktiken in den verschiedenen Disziplinen prägen, möchten wir uns durch eine Analyse der Sprachpraxis nähern. Von besonderer Bedeutung erscheinen uns hier Metaphern. Sie werden in der Regel unbewusst gewählt, selten reflektiert und tragen oft zentrale Vorannahmen oder Überzeugungen der Disziplinen“, erläutert Prof. Dr. Thomas Meier vom Institut für Ur- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie. Bereits auf den ersten Blick falle auf, dass zahlreiche Metaphern fachfremd oder aus vollkommen anderen Lebensbereichen übernommen seien. „Auch lassen sich zahlreiche Sprachbilder beobachten, die zwischen verschiedenen Wissenschaftsbereichen ausgetauscht werden“, so der Heidelberger Wissenschaftler, der bis zum März 2011 Fellow am Marsilius-Kolleg war und einer der Organisatoren des Workshops mit dem Titel „Rationalitätsstandards und Metapherngebrauch. Die Funktion von Metaphern in der Wissenschaftspraxis“ ist.

(Quelle: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, 24.05.2011)

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