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Wille, Vorbild oder Quote – Wie kommen Frauen in die Führungsetagen großer Wirtschaftsunternehmen?

Frauen fahren auf der Karriereautobahn mit angezogener Handbremse und sollten öfter mal den nächsten Gang einlegen. Das zeigen Ergebnisse des Forschungsprojektes „Führungsmotivation im Geschlechtervergleich“. Organisationspsychologen der Helmut-Schmidt-Universität hatten mehr als 3500 Frauen und Männer über berufliche Pläne und Karrierewege befragt. Sie fanden heraus: der Wunsch zu führen ist bei Frauen fast genauso stark ausgeprägt, wie bei Männern. Ohne eisernen Willen und weibliche Vorbilder schaffen es aber nur die Wenigsten.

Wenngleich Frauen fast ebenso gern führen wollen wie Männer, haben sie doch größere Hemmungen, ihre Macht auch auszuspielen. Das zeigen die Ergebnisse der Studie. Darüber hinaus führen zwei Drittel der befragten Frauen in leitenden Positionen ihre Karriere auf äußere Umstände zurück. Demgegenüber sind 80 Prozent ihrer männlichen Kollegen überzeugt, dass dieser Erfolg ihren Fähigkeiten und ihrer Persönlichkeit geschuldet ist. Männer brauchen keine Vorbilder, um die Karriereleiter zu erklimmen. Dagegen arbeiten Frauen, die mindestens ein weibliches Vorbild im beruflichen Umfeld haben, engagierter und zielgerichteter auf eine neue Aufgabe hin und bringen mehr Erfahrungen mit.

„Die Führungsmotivation von Frauen ist weniger konsequent, was wir auf Ängste oder widersprüchliche Motive zurückführen“, sagt Jörg Felfe, Professor für Organisationspsychologie an der Helmut-Schmidt-Universität.

(Quelle: Helmut-Schmidt-Universität, Universität der Bundeswehr Hamburg, 24.01.2011)

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