Soziale und emotionale Kompetenzen von Kindern im Kindergarten fördern
Eine Diskussionsveranstaltung im Rahmen der CCKids-Fachforen: „Wissenschaft und Praxis im Dialog“
Sozial-emotionale Kompetenzen ermöglichen es Kindern, eigene Gefühle besser zu erkennen, auszudrücken und zu regulieren, soziale Interaktionen positiv zu gestalten und Konflikte fair zu lösen. Die Ausbildung sozial-emotionaler Kompetenzen ist eine zentrale Entwicklungsaufgabe im Kleinkindalter. Sie gelten als einer der wichtigsten Schutzfaktoren für die psychosoziale Entwicklung und als ein wesentlicher Ausdruck von Resilienz (Widerstandsfähigkeit).
Die Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen stellt ein wichtiges Bildungsziel von Kindertageseinrichtungen dar. Nach Ansicht des renommierten Kinderpsychologen Franz Petermann weist jedes fünfte Kindergartenkind Defizite im Entwicklungsbereich auf. Entsprechende Probleme können mit schwierigen Beziehungen zu Gleichaltrigen, sozialer Isolation oder aggressivem Verhalten in engem Zusammenhang stehen und als wichtiger Indikator gelten für mögliche spätere Anpassungsprobleme in der Schule und im weiteren Leben. Der Qualität frühpädagogischer Betreuung kommt hier deshalb eine entscheidende Rolle zu.
Auf dem Fachforum diskutieren:
- Britta Herrmann: Kindergarten Unizwerge e.V., Fachkraft für Kinderschutz, Hamburg
- Prof. Dr. Ute Koglin: Universität Bremen, Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation
- Kriemhild Strenger: Kita Schilleroper/Haus der Familie St. Pauli, Hamburg
Moderation: Prof. Dr. Gunter Groen, HAW Hamburg
(Quelle: Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, 25.11.2011)


