Call for Papers: Workshop "Studierbarkeit nach Bologna"
Die Umsetzung des Bologna-Prozesses ist „fast“ abgeschlossen. An den meisten Hochschulen Deutschlands und in den meisten Fächern sind Bachelor- und Masterstudiengänge eingeführt, dabei herrscht kreative Vielfalt. Mit dem Umstellungsprozess sind die Hochschulen gefordert, die Qualität der neuen Studiengänge zu sichern und an einigen Stellen auch zu verbessern – oder wie es oft heißt: die Reform der Reform zu gestalten.
Nicht zuletzt die Studierendenproteste des letzten Jahres haben darauf hingewiesen, dass einige der neuen Studiengänge inhaltlich überfrachtet wurden, oder teilweise zu hohe Prüfungsbelastungen und wenig Flexibilität in den neuen Studiengängen herrschen. Gleichzeitig sehen sich die Hochschulen einer stark heterogenen Studierendenschaft gegenüber mit sehr unterschiedlichen Forderungen an die Hochschulen. Eine bisher häufig zu wenig beachtete Gruppe sind etwa die Teilzeitstudierenden, oder auch de facto Teilzeitstudierende, sowie Studierende mit Kindern oder Pflegeaufgaben. Auch vor diese Gruppe soll(te) die Studierbarkeit gewährleistet werden.
Wie gehen Hochschulen mit all diesen Herausforderungen um, und vor allem, wie sichern sie die Studierbarkeit? Einen Beitrag zur Beantwortung dieser Frage soll der geplante Workshop liefern, in dessen Zentrum die Themen Workload, Teilzeitstudium und Flexibilität in der Studienplanung stehen.
Dazu finden in Deutschland derzeit an vielen Hochschulen Untersuchungen statt, deren Ergebnisse vorgestellt und diskutiert werden sollen. Ziel des Workshops ist es, auf Grundlage der Diskussion Vorschläge zur gezielten Umsetzung für andere Hochschulen zu entwickeln. Dazu soll es, je nach eingereichten Beiträgen, Impulsreferate zu den Hauptthemen geben, die in die Diskussion einführen.
Der Call for Papers richtet sich an Personen, die rund um das Thema Studierbarkeit Untersuchungen durchgeführt haben oder gerade durchführen. Das Konzept des Workshops ist es, eine breite Diskussion zu ermöglichen.
(Quelle: Goethe-Universität Frankfurt am Main, 12.08.2010)


