Erneuerbare Energien voranbringen: Frankfurt School startet „Renewable Energy Finance“-Studiengang in Hamburg
Die Katastrophe in Japan hat die Debatte um eine zukunftsweisende Energiepolitik in Deutschland neu entfacht. 53 Prozent der Deutschen wünschen sich ein schnelleres Ende des Atomzeitalters. Die deutsche Bundesregierung wird den Ausstieg aus der Kernenergie schneller als im Energiekonzept 2010 postuliert vorantreiben. In den nächsten Jahrzehnten steht Deutschland somit eine Energiewende bevor. Den Erneuerbaren Energien kommt hierbei die entscheidende Bedeutung zu. Bis zur Mitte dieses Jahrhundert soll die Vision einer nahezu 100%igen Energieversorgung aus regenerativen Energien realisiert werden.
In Deutschland ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien in den letzten Jahren – politisch gefördert, insbesondere durch das EEG – stark vorangetrieben worden. Die deutsche EE-Industrie hat sich vor diesem Hintergrund hervorragend entwickelt und der EE-Sektor ist in Deutschland zu einem echten Wirtschaftsfaktor geworden: Umsätze und Beschäftigung sind hier stark angestiegen. Die deutschen Technologien sind zudem weltweit gefragt. Der Blick auf die umwelt- und energiepolitische Debatte sowie auf die Rahmenbedingungen zeigt, dass die neuen Energieformen ein Wachstumsmarkt mit dauerhaftem Kapitalbedarf bleiben.
Erneuerbare Energien Projekte müssen aber auch finanziert werden. Für Banken ist die Finanzierung von erneuerbaren Energien in den letzten Jahren ein attraktives zukunftsträchtiges Geschäftsfeld geworden. Grund hierfür sind die durch die politische Regulierung relativ stabilen, konjunkturinsensiblen cash-flows sowie das Wachstumspotenzial der Branche. Banken haben mittlerweile teils große Portfolien aufgebaut und bauen ihre EE-Teams weiter aus. So eröffnen sich für Fach- und Nachwuchskräfte in der Bank- und Finanzwirtschaft sowie in EE-Unternehmen interessante Beschäftigungs- und Karrierechancen.
Mit ihrem Zertifikatsstudiengang „Renewable Energy Finance“ bereitet die Frankfurt School of Finance & Management auf die Herausforderungen in diesem Bereich vor. Das Programm richtet sich an Professionals in Banken, bei Fonds oder EE-Unternehmen. Das einjährige Studium kann parallel zu einer Vollzeittätigkeit absolviert werden und wird im Hamburger Studienzentrum der Frankfurt School angeboten.
Der Studiengang gliedert sich in fünf Module. Zunächst werden Grundlagen in Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Bankbetriebslehre und Recht gelegt. Dann werden die unterschiedlichen Formen erneuerbarer Energien, die politischen, rechtlichen und umweltrechlichten Rahmenbedingungen sowie Programme zur Förderung von Erneuerbaren Energien vorgestellt. Im Mittelpunkt des Studiengangs stehen dann aber die technischen Grundlagen, die Projektierung und die Finanzierung von Projekten im Bereich erneuerbarer Energien. Dabei werden die Spezifika der einzelnen EE-Segmente (Wind, Solar, Biomasse, Wasser und Geothermie) ausführlich beleuchtet. Schließlich werden auch Kapitalmarktlösungen für EE-Projekte und EE-Unternehmen diskutiert. Die Studierenden können von dem Know-how von etwa 40 Experten aus Wissenschaft und Forschung, aus Banken und EE-Unternehmen sowie Energieversorgungsunternehmen und Rechtsanwaltskanzleien profitieren.
Der Studiengang startet im September 2011. Anmeldeschluss ist am 1. August 2011. Studierende sollten ein Hochschulstudium (vorzugsweise Wirtschaftswissenschaften, Jura, Ingenieurswissenschaften) oder entsprechende branchenrelevante Berufserfahrung nachweisen können.
Wir würden uns freuen, wenn Sie auf den Studiengang hinweisen könnten. Alle Informationen auf www.fs.de/eef
(Quelle: Frankfurt School of Finance & Management, 19.04.2011)


