Neu im Rhein-Kreis Neuss: Ingenieur-Studium an der Hessischen Berufsakademie
Der Fachkräftemangel macht den deutschen Industrieunternehmen zu Beginn des Aufschwungs wieder stärker zu schaffen. Die Ingenieurlücke wird wieder größer, berichtet ganz aktuell der Verband der Ingenieure (VDI). 2009 blieben laut aktueller Studien bundesweit 34.000 Techniker-Stellen unbesetzt. Die Unternehmen klagen seit Jahren darüber, dass an Hochschulen und Akademien nicht so viele Ingenieure ausgebildet werden wie nötig. Abhilfe schafft nun die Hessische Berufsakademie, die zum Wintersemester 2010/2011 mit einem neuen Angebot am Studienstandort Rhein-Kreis Neuss startet. Zum 1. September wird die Hessische Berufsakademie (BA) am Studienzentrum im Berufsbildungszentrum (BBZ) Hammfeld des Rhein-Kreises Neuss einen international anerkannten, berufs- und ausbildungsbegleitenden Bachelor-Abschluss in den Fachgebieten Elektrotechnik, Maschinenbau und Mechatronik anbieten.
Der Studiengang kann von Fach-/Abiturienten ebenso belegt werden wie von Berufstätigen mit Techniker- oder Meisterqualifizierung. Das Studium endet nach sieben Semestern mit dem Titel „Bachelor of Engineering“. Im Anschluss ist es möglich, ein weiterführendes Master-Studium zu absolvieren. Die Hessische Berufsakademie ist eine Schwestergesellschaft der FOM Hochschule für Oekonomie & Management, die bereits seit 1999 in Neuss erfolgreich ein Hochschulstudienzentrum betreibt und dort Bachelor- und Master-Studiengänge anbietet.
„Das Rheinland ist eines der wichtigsten deutschen Innovationszentren Deutschlands. Damit das so bleibt, benötigen die Unternehmen gut ausgebildetes technisches Fachpersonal im Ingenieurbereich. Das neue technikorientierte Studium ist daher eine wertvolle Erweiterung der weitgefächerten Bildungsangebote im Rhein-Kreis Neuss“, betonte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Mit dem Bachelor-Studiengang der Hessischen Berufsakademie können neben Abiturienten auch erfahrene Praktiker aus der Region ein Ingenieurstudium durchführen und so ihre beruflichen Chancen deutlich verbessern. „Das ist auch ein Beispiel zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses, für den der Rhein-Kreis Neuss sich als anerkanntes ZdI-Innovationszentrum des Landes NRW engagiert einsetzt“, sagte Petrauschke.
Der Vorteil des neuen Angebots liegt in der Kombination aus betrieblicher Ausbildung oder Berufstätigkeit und Studium: Die Teilnehmer absolvieren ihr Studium während der Tätigkeit in einem Unternehmen. Die Aussichten sind sowohl für die Studierenden als auch für die einstellenden Unternehmen optimal. „Das Studium überzeugt durch seine Ausrichtung an den Erfordernissen der Praxis. Und wer schnell studieren und dabei weiter Geld verdienen will, ist an der Hessischen Berufsakademie richtig“, so Dr. Harald Beschorner, Leiter der Hessischen Berufsakademie.
Das Studium findet in Präsenzform im Berufsbildungszentrum (BBZ) Hammfeld des Rhein-Kreises Neuss mit wöchentlich zwei Abendveranstaltungen und Unterricht am Samstag statt.
(Quelle: Hessische BA, 21.04.2010)


