Neu in Siegen: Ingenieur-Studium an der Hessischen Berufsakademie
Der Kreis Siegen-Wittgenstein erweitert sein Angebot als Studienort: Mit Beginn des Wintersemesters am 1. September 2010 wird die Hessische Berufsakademie (BA) Siegen einen international anerkannten, berufs- und ausbildungsbegleitenden Bachelor-Abschluss in den Fachgebieten Maschinenbau und Mechatronik anbieten. Das neue Studium kann auch ohne die Zugangsvoraussetzung Abitur oder Fachhochschulreife absolviert werden. Es endet nach sieben Semestern mit dem Titel „Bachelor of Engineering“. Die Hessische Berufsakademie ist eine Schwestergesellschaft der FOM Hochschule für Oekonomie & Management, die bereits seit 2001 in Siegen erfolgreich ein Hochschulstudienzentrum betreibt.
„Mit dem berufs- und ausbildungsbegleitenden Studienangebot treten wir effektiv dem Ingenieurmangel entgegen“, betont der Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein, Paul Breuer. „Als Industriestandort sind die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe existenziell auf gut ausgebildetes technisches Fachpersonal angewiesen.“ In einem Gemeinschaftsakt haben regionale Unternehmen, die Wirtschaftsförderung der Kompetenzregion Mittelstand Siegen-Wittgenstein (KM:SI) und die Hessische Berufsakademie als Träger den Studiengang konzipiert. Damit sind erstmals in Siegen die Voraussetzungen geschaffen, dass auch erfahrene Praktiker ohne Hochschulreife ein Ingenieurstudium durchführen und so ihre berufliche Karriere deutlich verbessern können.
Der Vorteil des neuen Angebots liegt auch in der Kombination aus betrieblicher Ausbildung und Studium: Die Teilnehmer absolvieren gleichzeitig ihr Studium und lernen in der Praxis bei einem regionalen Unternehmen. Die Aussichten sind sowohl für die Studierenden als auch für die einstellenden Unternehmen optimal: „Konzeptionell hat mich die stringente Ausrichtung des Studiums an den Erfordernissen der Praxis überzeugt“, erklärt der Landrat des Kreises Olpe, Frank Beckehoff. „Die Studierenden werden mit Problemstellungen befasst, die täglich im Unternehmen zu lösen sind.“ Das Studium findet in Präsenzform im Technologiezentrum Siegen-Geisweid mit wöchentlich zwei Abendveranstaltungen und Unterricht am Samstag statt. „Wer schnell studieren und dabei Geld verdienen will, ist an der Hessischen Berufsakademie richtig“, betont deren Geschäftsleiter Christian Kwiatkowski. „Vieles, was in den Vorlesungen erlernt wird, kann im Betrieb direkt und unmittelbar umgesetzt werden.“
Für Landrat Paul Breuer steht durch die Einführung der Ingenieurstudiengänge fest: „Das Angebot der Hessischen Berufsakademie stärkt das ohnehin schon gut ausdifferenzierte Bildungsangebot in der Region ganz erheblich.“ Und sein Olper Kollege Frank Beckehoff lobt die breite Ausrichtung des Studienangebots: „Perfekt ist, dass im Hauptstudium Module angeboten werden, die speziell für eine Tätigkeit im Automotive-Sektor qualifizieren.“ Der Schwerpunkt des Ingenieurbedarfs im Kreis Olpe liegt traditionell im Bereich Automotive.
(Quelle: Hessische BA, 25.02.2010)


