Uni Duisburg-Essen präsentiert das Projekt "Innovationsfabrik" auf der Hannover Messe
Am Gemeinschaftsstand des Landes Nordrhein-Westfalen stellte die Universität Duisburg-Essen das in Deutschland einzigartige Projekt der „Innovationsfabrik“ vor. Das Ziel des Projekts besteht darin, dass Wissenschaftler, Studierende und Industrie-Designer gemeinsam Ideen diskutieren und diese konkret, durch die Entwicklung von Produkten oder Services, umsetzen.
Ihren Anfang nimmt das Projekt der Innovationsfabrik mit dem „Innovationsscouting“. Dabei besuchen Industrie-Designer Professoren an der Universität, um mit diesen über deren Forschung zu sprechen und mögliche Ansätze für die Entwicklung von Produkten oder Geschäfts- und Serviceideen zu entwickeln. Auf diese Weise wird die Forschung um die Perspektive des Anwendungsbereichs erweitert, da durch die Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft praktische Umsetzungen erdacht werden. Dabei steht das „Denken in Produkten“ im Vordergrund.
Die so entwickelten Ideen können über das „Live-Sketching“ sichtbar gemacht werden. Dabei kann der so genannte „Sketcher“ seine Ideen live per Grafiktablet und Bildschirm visualisieren, während die übrigen Teilnehmer die Möglichkeit haben, diese Skizzen zu diskutieren und im Anschluss gemeinsam zu verändern. Die Visualisierung hilft dabei, dass sich Forscher und Industrie-Designer ihre Vorstellungen gegenseitig veranschaulichen können. Diese Technologie zum gemeinsamen Erarbeiten und Visualisieren von Ideen wurde an einem Flachbildschirm am Stand der Uni Duisburg-Essen auf der Hannover Messe 2011 vorgeführt.
Eine weitere Form der Generierung innovativer Ideen sind „Innovationswerkstätte“, die zusätzlich zum Innovationsscouting stattfinden. „Dort kommen Studierende verschiedener Fachrichtungen, darunter BWL und Ingenieurwesen, zusammen und arbeiten an einer Fragestellung unter dem Oberbegriff der Innovationsfabrik“, erläuterte Barbara Giro, die Projektkoordinatorin der Innovationsfabrik auf der Hannover Messe. Bisherige Themen der Innovationsfabrik waren „Mobilität 2050+“ und „Tomorrow's Power Generation“. Mögliche Projekte stellen die Studierenden in einer Endpräsentation vor. „Dabei geht es um den Austausch mit anderen Disziplinen und die Suche nach Problemlösungen“, so Giro. Die im Rahmen der Innovationsfabrik entwickelten Ideen werden schließlich gemeinsam überarbeitet, weiterentwickelt, konkretisiert und schließlich als Prototyp produziert.
Durchgeführt wird die Innovationsfabrik von der Universität Duisburg-Essen in Zusammenarbeit mit der Folkwang Universität der Künste. Zudem erhält das Projekt eine Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF).


