Wohnheim, WG oder doch lieber eigene vier Wände? – Wohnungssuche in Braunschweig
Nach dem Abitur beginnt ja bekanntlich mal wieder der Ernst des Lebens. Hat man den ganzen Stress mit der Ergatterung des gewünschten Studienplatzes endlich hinter sich gebracht, lauert auch schon die nächste Herausforderung: die passende Unterkunft. Wer einen Studienplatz an der TU, der FH oder HBK in Braunschweig erhalten hat, steht nun vor der Qual der Wahl. Die Möglichkeiten sind vielseitig und reichen von klassischen Studentenwohnheimen über WGs bis zur eigenen kleinen Wohnung. Alle diese Modelle haben ihre Vor- und Nachteile und letztendlich ist es sicherlich eine Typfrage, welche Art zu wohnen tatsächlich in Frage kommt. Um diese ein wenig zu erleichtern, hier eine kleine Entscheidungshilfe zur Wohnungssuche in Braunschweig
Studentenwohnheime
In Braunschweig gibt es insgesamt acht Studentenwohnheime über die gesamte Stadt verteilt. Es wird an dieser Stelle jedoch nicht jedes einzelne vorgestellt, sondern auf die Seite des Studentenwerkes Braunschweig verwiesen (www.sw-bs.de). Drei Wohnheime sollen allerdings kurz erwähnt werden.
Da wäre zu einen der Michaelishof. Dieser Traum aus Fachwerk ist ohne Umschweife die außergewöhnlichste und schönste Wohnanlage der Stadt. Es handelt sich hierbei um einen Komplex neu errichteter und restaurierter Altstadtgebäude mit malerischen Fachwerkfassaden am Rande der Fußgängerzone. Der Michaelishof besteht hauptsächlich aus Ein- und Zweizimmerappartements sowie Wohngemeinschaften verschiedenster Größe. Mit dem Fahrrad sind es nur 15 Minuten zur TU bzw. 5 Minuten zur HBK. Einziger Wermutstropfen: Das beliebte Wohnheim hat eine durchschnittliche Wartezeit von acht bis zwölf Monaten. Also rechtzeitig bewerben!
Das Wohnheim An der Schunter, bestehend aus drei Hochhäusern, liegt mitten im Landschaftsschutzgebiet Schunterauen, ca. 3,5 km von der Uni entfernt. Das „Studentendorf“ mit über 500 möblierten Einzelzimmern bietet ein reiches Gemeinschaftsleben und ist daher insbesondere Studienanfängern zu empfehlen, die sich vor anfänglicher Isolation fürchten. Im eigenen Clubhaus finden zahlreiche Veranstaltungen statt und das studentische „Schunterkino“ bietet während des Semesters zweimal wöchentlich Filmvorführungen an.
Deutlich privater geht es im „Affenfelsen“ zu. „Affenfelsen“ ist zwar nicht die offizielle, aber dafür die weit verbreitete Bezeichnung für die Studentenwohnanlage APM Rebenring. Den Namen hat das Gebäude vor allem, weil es aussieht wie ein großer, klotziger Felsen. Böse Zungen behaupten auch, weil darin sehr viele „Affen“ (Stundenten) wohnen. Ein optisches Highlight ist dieses Wohnheim äußerlich sicher nicht, bietet jedoch einige auf der Hand liegende Vorteile: Die unmittelbare Nähe zum Hauptcampus (direkt gegenüber der Mensa), es handelt sich um richtige Appartements mit eigenem Bad und Küchenbereich und die Zimmer sind bereits ab 170 Euro im Monat zu haben.
Wohngemeinschaften
Die zweite Möglichkeit, und die vielleicht meistgenutzte, ist das Leben in einer Wohngemeinschaft. Ob mit Freunden eine neue WG gründen, oder in eine bereits bestehende einziehen – diese Wohnform ist zu Recht überaus beliebt. Zum einen ist es zumeist billiger als sich allein eine Wohnung zu suchen, zum anderen macht es einfach mehr Spaß das Unileben gemeinsam zu entdecken und zu genießen. Neben dem Spaßfaktor sollte man sich allerdings stets bewusst sein, dass ein gemeinsames Leben auf oftmals engem Raum auch an den Nerven zerren und eine ordentliche Portion Toleranz abverlangen kann.
In Braunschweig, wie auch in anderen Unistädten, gibt es eine Vielzahl von Studenten-WGs. Einschlägig Internetseiten wie www.wg.gesucht.de oder www.studenten-wg.de sind gute Anlaufpunkte um die passende WG für sich zu finden. Ein guter Tipp sind außerdem die schwarzen Bretter in den jeweiligen Instituten der Uni. Ein Vorteil hier ist, dass man dadurch gleich noch Kommilitonen des eigenen Studienganges kennenlernt.
Die eigene Wohnung
Wer es lieber ruhig mag und völlig unabhängig leben möchte, für den ist eine eigene Ein- oder Zweizimmerwohnung das Richtige. Erste Anlaufstelle ist hierbei sicherlich die Braunschweiger Zeitung (Online-Auftritt unter www.newsclick.de). Da der Braunschweiger Immobilienmarkt als entspannt bezeichnet werden kann, findet sich auch für den kleinen Geldbeutel die geeignete Bleibe. Sehr begehrt sind natürlich Wohnungen rund um den Hauptcampus, daher eher rar. Da Braunschweig aber eine recht fahrradfreundliche Stadt ist, ist das nicht weiter ein Problem. Eine der schönsten Wohngegenden ist das sogenannte östliche Ringgebiet und speziell das Gebiet um den populären Prinzenpark: Sehr zentral gelegen, sowohl zur TU als auch in die City, eine gute Infrastruktur und Erholung in Form von diversen Grünanlagen direkt vor der Haustür, was will man mehr? Die Nordstadt und alle Wohngebiete rund um den Stadtring sind ebenfalls recht beliebt, vor allem praktisch wegen ihrer guten Verkehrsanbindungen. Die Weststadt ist die günstigste Wohngegend – aber das hat auch seine Gründe. Wem Umgebung und Plattenbauten nicht so viel ausmachen, findet hier in jedem Fall billige Unterkünfte.
Wofür man sich letzten Endes auch entscheidet, eine aufregende Zeit liegt definitiv vor euch. Nun aber viel Erfolg bei der Suche nach der ersten eigenen Wohnung!


