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Studieren in Deutschland: Universitäten und Fachhochschulen
 

Flexibles Studienmodell eröffnet neue Chancen für Schüler und Unternehmen

Junge Menschen beginnen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen, Fähigkeiten und Begabungen ihr Studium. Die Hochschule Biberach will dieser Situation flexibel begegnen und die Studierenden da abholen, wo sie stehen. Im Studienfeld Energie und Klima beabsichtigt die HBC künftig verschiedene flexible Studienmodelle anzubieten.

Ab sofort sind Bewerbungen für das „Studienmodell Profession“ möglich, das im Vergleich zum Regelstudium („Studienmodell Classic“) einen noch stärkeren Fokus auf die berufliche Praxis legt. „Dieses neue Studienmodell“, so Prof. Dr.-Ing. Martin Becker, „bietet neue Chancen für Schüler wie Unternehmen“. Studieninteressierte, führt Prof. Becker weiter aus, könnten etwa die theoretischen Fähigkeiten, die sie in der Schule erlernt haben, durch praktische Erfahrungen ergänzen. Dafür investieren sie ein zusätzliches Semester und arbeiten in einem ersten Praxissemester sechs Monate in einem Partner-Unternehmen, bevor sie ihr reguläres Studium beginnen. Für Unternehmen bietet dieses Studienmodell die Möglichkeit, gezielt Ingenieurnachwuchs zu fördern. Denn die Studierenden kommen auch in den Semesterferien, im zweiten Praxissemester sowie für die Bachelor-Arbeit in die Firma zurück. „Am Ende ist ein nahtloser Einstieg in das betreuende Unternehmen möglich“, so Becker.

Die Hochschule unterstützt interessierte Schüler bei der Suche nach geeigneten Partnerfirmen – Praxisphase und Studieninhalte werden aufeinander abgestimmt. „Die bisher angesprochenen Unternehmen haben ausgesprochen positiv auf dieses Kooperationsangebot reagiert“, berichtet Prof. Becker. Interessierte Firmen oder Ingenieurbüros können sich an den Studiengang Gebäudeklimatik wenden.

Was als Modellprojekt zum kommenden Wintersemester startet, soll künftig um weitere flexible Modelle ausgebaut werden, die einen individuellen Schwerpunkt im Studium der Gebäudeklimatik ermöglichen. Geplant ist zum Beispiel das flexible „Studienmodell Plus“, das in einem ersten Theoriesemester den Schwerpunkt auf mathematische, physikalische und naturwissenschaftliche Grundlagen legt sowie auf wissenschaftliches Arbeiten und das Thema „Lernen lernen“. Damit richtet sich das Angebot insbesondere an Studieninteressierte mit Berufserfahrung – etwa an Meister, Techniker und Gesellen oder an Schüler mit Fachhochschulreife.

Auch das „Studienmodell International“, so die Planungen, wird im kommenden Jahr wählbar sein. Studierende, die sich für dieses Modell entscheiden, legen ihren Schwerpunkt im Bereich Auslandserfahrung. Ab dem 3. Semester bereiten sie sich in zusätzlichen Kursen für Sprachen und interkulturelles Training auf einen einjährigen Auslandsaufenthalt vor, in dem sie in einem Unternehmen arbeiten und an einer Hochschule studieren. Auch in ihrer Bachelorarbeit werden sie sich mit einem international ausgerichteten Thema auseinandersetzen. Das Studienmodell orientiert sich am Programm „Bachelor International“ des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes. Die Hochschule Biberach hat einen entsprechenden Antrag beim DAAD gestellt.

Wer sich für die flexiblen Studienmodelle interessiert, dem bietet der Studiengang Gebäudeklimatik eine persönliche Studienberatung an. In einem ausführlichen Gespräch werden die individuellen Vorkenntnisse und Fähigkeiten in Bezug auf die angebotenen Studienmodelle ausgelotet.

(Quelle: Hochschule Biberach, 07.06.2011)

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