„Viele kluge Köpfe“
„Es sind kluge Köpfe dabei, die tolle Trainer und Führungspersönlichkeiten werden können und den Sport einen Schritt weiter bringen werden“, sagte ÖSV-Direktor Toni Innauer nach einem Vortrag an der Fachhochschule (FH) Wiener Neustadt. Vor Studierenden des FH-Studienganges „Training und Sport“ sprach die Skisprung-Legende über seine Erfahrungen im Spitzensport.
Zahlreiche Hochleistungssportler, darunter Beachvolleyball-Europameister Peter Gartmayer oder die Olympia-Silbermedaillen-Gewinnerin im Judo Claudia Heill, absolvieren an der Fachhochschule Wiener Neustadt derzeit den Studiengang „Training und Sport“. Warum Toni Innauer mit ihnen gerne sein Wissen teilt? „Ich möchte die Chance nützen, zukünftigen Führungspersonen des Spitzensportes zu vermitteln, dass es möglich ist, im Sport erfolgreich zu sein, ohne seine Werte vor den Stadien und Wettkampfstätten abzugeben.“
Für Innauer ist die fundierte Ausbildung, die an der FH geboten wird, von besonderer Bedeutung: „Der wertvolle Erlebnishintergrund einer eigenen Leistungssportlaufbahn kann in Wiener Neustadt mit dem Rüstzeug guter Ausbildung parallel oder im Nachhinein analysiert werden. Das birgt prinzipiell die Möglichkeit, dass der Coach den ehemaligen Sportler um mindestens eine Qualitätsstufe überschreiten kann.“
Was Innauer von den Absolventen erwartet? „Innovationsbereitschaft und die Fähigkeit auch die eigenen, sogar die erfolgreichen, Trainingsmethoden, Verhaltensweisen und Einstellungen prinzipiell einer Prüfung zu unterziehen.“
Außerdem sollten die Studierenden im Stande sein, aus dem Zusammenführen von Eigenerfahrung und Theorie Analysen ihres jeweiligen Arbeitsfeldes vorzunehmen und je nach finanziellem, aber auch kreativem Spielraum selbst optimieren oder Ideen für Kooperationen mit Experten einschätzen können.
Ebenso wichtig ist dem ÖSV-Direktor die „Fähigkeit zur Arbeit im Team, Kenntnisse über die wichtigsten Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten im Sport, vertieft natürlich in der eigenen Sportart“. Dazu gehöre auch die nötige Selbstbeherrschung, „um im Trainingsalltag nicht zum Klugscheißer zu werden, der nur noch aus Büchern doziert und damit den Faden zu seinen Athletinnen durchschneidet.“ Nachsatz Innauers: „Ehemalige Sportler habe es da etwas leichter, weil sie prinzipiell auch den Jargon beherrschen, der in ihrer Disziplin gesprochen wird.“
(Quelle: FH Wiener Neustadt, Bildquelle: Gorillas, 04.12.2009)


