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Bildung für sozialen Zusammenhalt

EU-Forschungsprojekt INCLUD-ED präsentiert Ergebnisse

Gleiche Bildungsstandards für alle fördern den sozialen Zusammenhalt und die Entwicklung der Gesellschaft. Doch noch behindern viele Ungleichheiten im europäischen Bildungssystem diesen Prozess. Ein Forschungsprojekt im 6. Rahmenprogramm der EU hat unter Mitwirkung der Donau-Universität Krems die Funktion von Bildung für die Gesellschaft untersucht und daraus Empfehlungen für die Praxis entwickelt.

Bildungsungleichheit führt zu Armut, sozialer Ausgrenzung und Verschwendung von wertvollen menschlichen Ressourcen auf dem Arbeitsmarkt. Zu diesem Schluss kommt das Konsortium des INCLUD-ED Forschungsprojekts der Europäischen Union, dessen Ergebnisse soeben in Brüssel präsentiert wurden. Über fünf Jahre untersuchten 14 Partneruniversitäten, unter ihnen die Donau-Universität Krems, „inwiefern verschiedene Bildungspraktiken und -politiken den sozialen Zusammenhalt fördern oder behindern“, erklärt Lil Reif vom Team der Donau-Uni Krems. Als Ergebnis der großangelegten interdisziplinären Forschungsarbeit wurden Schlüsselfaktoren und Handlungsfelder identifiziert, die helfen sollen, die Hindernisse einer effektiven europäischen Bildungs- und Sozialpolitik zu überwinden.

Umfassende Analysen

Die INCLUD-ED-Partner führten mehrere Teilprojekte durch und nahmen dabei unterschiedliche Bildungssysteme unter die Lupe. Berücksichtigt wurden Erfolg oder Misserfolg von Bildungsreformen, Theorien und politische Entwicklungen in Europa, effektive Lehrmethoden, die Struktur der Wissensgesellschaft und die pädagogische Eingliederung, die Überwindung der sozialen und pädagogischen Ausgrenzung benachteiligter Gruppen und die Gender-Dimension. Untersucht wurden zudem zahlreiche Fallstudien von lokalen Projekten in ganz Europa.

Empfehlungen für Praxis und Politik

Als Ergebnis fasst INCLUD-ED Projekte zusammen, die erfolgreich integrierende Bildungspraktiken einsetzen, darunter auch sogenannte „gemischte Interventionen“, in denen verschiedene gesellschaftliche Bereiche wie etwa Bildung und Gesundheit miteinander verbunden werden. Daraus haben die WissenschaftlerInnen praktische Leitfäden für die Praxis entwickelt, die sich an PädagogInnen, Eltern und PolitikerInnen richten. Diese gibt es für die Bereiche Vorschule, Grundschule, Sekundarstufe, berufliche Bildung und integrative Schulen und können kostenlos auf der Projekt-Website bezogen werden.

Nähere Informationen unter www.creaub.info/included

(Quelle: Donau-Universität Krems, 06.12.2011)