Microsoft Innovation Award geht an FH in Hagenberg
Für ihre Optimierungsumgebung HeuristicLab wurde die FH OÖ Forschungsgruppe HEAL aus Hagenberg bei den 1. österreichischen Microsoft Innovation Awards am 7. Mai mit dem 2. Platz ausgezeichnet. Die Anwendung bietet als eine der wenigen Frameworks für heuristische Optimierung die Unterstützung durch eine graphische Benutzeroberfläche und kann damit auch von Nicht-IT-Spezialisten einfach angewendet werden. Grund genug für die Expertenjury, HeuristicLab aus den insgesamt 64 eingereichten Beiträgen in die Shortlist der drei besten Innovationen aufzunehmen und ihr damit den Weg für den internationalen Durchbruch zu ebnen.
„Die Auszeichnung von HeuristicLab mit dem Microsoft Innovation Award bietet uns eine einmalige Chance, unsere Software und Forschungsaktivitäten weltweit bekannt zu machen“, freut sich Dr. Michael Affenzeller, Leiter der Forschungsgruppe HEAL (Heuristic and Evolutionary Algorithms Laboratory) und des ebenfalls an der FH OÖ in Hagenberg ansässigen Josef Ressel-Zentrums Heureka!.
Die Aufnahme in die Shortlist der drei besten Beiträge ermöglichte dem HEAL-Team, ihre Innovation beim Entrepreneurship-Forum, das im Rahmen des Microsoft Innovation Day am 7. Mai in Wien stattfand, persönlich der breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Mit dem Preisgewinn verbunden sind auch zusätzliche Förderung und breite Bekanntmachung des Projekts durch und mit Microsoft.
Bei der Preisgala würdigte auch Dr. Johannes Hahn, Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, die Qualität der Siegerbeiträge und betonte die Wichtigkeit von Innovationen für Österreich und die Welt, besonders in schwierigen Zeiten. Die Fachjury konnte HeuristicLab in Bewertungskriterien wie Innovationsgrad, Nutzen, Usability und Design sowie technische Umsetzung beeindrucken.
Die seit 2002 entwickelte, auf Microsoft Technologie basierende Software hat auch längst die Partner von Hagenbergs Josef Ressel-Zentrums Heureka! überzeugt, zu denen u.a. die voestalpine, Rosenbauer, carvatech und das AKH Linz zählen. Sie wird im Bereich der heuristischen Optimierung eingesetzt, um komplexe Produktions- und Verarbeitungsprozesse durch intelligente Algorithmen verbessern und komplexe nichtlineare Zusammenhänge aus grossen Datensammlungen zu identifizieren.
Dazu muss man nicht notwendigerweise über Programmierkenntnisse verfügen: „Die graphische Benutzeroberfläche ermöglicht auch Benutzern aus Nicht-IT-Domänen wie Biologen, Medizinern oder Logistikern die einfache Nutzung der Software“, erklärt Chefentwickler Dr. Stefan Wagner.
Einsatz findet HeuristicLab sowohl in Forschung als auch Lehre, was bedeutet, dass auch FH-Studierende an Hagenbergs Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien sich im Rahmen ihres Studiums aktiv mit dieser Optimierungsumgebung auseinandersetzen und mit an der Weiterentwicklung arbeiten.
(Quelle: FH Hagenberg, 10.05.09, Bildquelle: Fotodienst / Anna) Rauchenberger)


