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Mit Optimismus in die Schule: Nachwuchswissenschafterinnen der Uni Graz entwickeln mentales Gesundheitsprogramm für LehrerInnen

mmer mehr LehrerInnen klagen über psycho-mentale Belastungen:

Stress, Angst, Depressivität und Burnout gehören hierzulande mittlerweile zu den häufigsten Krankheiten im Lehrberuf. Laut einer österreichischen Studie weist bereits jede 10. Lehrperson einen weniger guten oder gar schlechten Gesundheitszustand auf. „Umso wichtiger wird es in Zukunft mit präventiven Maßnahmen gegen diese Belastungen vorzugehen“, erklären die Erziehungswissenschafterinnen Dr. Marlies Jauk und Dr. Alexandra Wieser. Sie beleuchten in ihrer Dissertation mit dem Titel „GO!-L Gesundheit und Optimismus für LehrerInnen“ die Ursachen für diese Belastungsfaktoren.

Pilotstudie

Im Rahmen einer Pilotstudie mit 48 steirischen Hauptschul-LehrerInnen konnten sie ermitteln, welche Probleme im Schulalltag auf Lehrende wirken; an der Spitze der Liste stehen „Verhalten schwieriger SchülerInnen“, „Klassengröße“ sowie „Administrative Pflichten“.

Aus den Ergebnissen der Studie entwickelten sie ein Präventionsprogramm namens „GO!-L“, das LehrerInnen im Alltag helfen soll. „Wir vermitteln den TeilnehmerInnen in unseren Kursen die persönlichen Ressourcen zu aktivieren und wie sie Probleme vermeiden“, erklären Jauk und Wieser. Zentral dabei ist: Mit viel Optimismus in den Schultag starten. „Vermittelt werden alltagstaugliche Strategien wie zum Beispiel richtiges Zeitmanagement und Entspannungstechniken, die im Training kennengelernt und geübt werden.“

Unterstützt wurde das Dissertationsprojekt von der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse und dem Präventionsinstitut „activelife“. Künftig soll das Programm verstärkt als Fort- und Weiterbildung für LehrerInnen ausgebaut werden.

(Quelle: Karl-Franzens-Universität Graz, 12.09.2011)