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annenpost.at - das neue Ausbildungsmedium für Graz

Gleich zu Beginn ihres ersten Semesters an der FH JOANNEUM haben Studierende des Studiengangs „Journalismus und Public Relations (PR)“ ein neues Medium für Graz aus der Taufe gehoben: Der Weblog annenpost.at spiegelt das Grazer Annenviertel in all seinen Facetten wider und soll den Studierenden künftig als experimentelle Plattform für ihre journalistische Ausbildung dienen.

Keine Texte für die Schublade, sondern spannende Geschichten aus einem der lebendigsten Grazer Bezirke – diese Anforderungen wollen die Studierenden von „Journalismus und Public Relations (PR)“ an der FH JOANNEUM mit dem neuen Weblog annenpost.at künftig erfüllen. Projektleiter und Journalismus-Lehrender Thomas Wolkinger erklärt: „Als JournalistIn muss man in der Lage sein, in Interaktion mit dem Publikum zu treten – und das geht am besten mit einem realen Medium. Und thematisch bietet sich das Annenviertel für ein solches Projekt an, weil es ein Stadtteil ist, der sehr divers ist und immer in Bewegung – die Studierenden finden dort auf kleinem Raum alle Themen, die man als JournalistIn beherrschen muss.“

Das Annenviertel als journalistische Spielwiese

Seit wenigen Wochen ist annenpost.at nun online und die Geschichten, von denen die Studierenden dort berichten, sind ebenso facettenreich wie das Viertel selbst. Die ersten Beiträge drehen sich zum Beispiel um ein Kunstprojekt der Grazer Roma, eine Benefizveranstaltung für ein Schulprojekt in Nigeria, die „Africa Night“ des Vereins ISOP, die Eröffnung eines Fotocafés in der Annenstraße, das Zimmer 113 im Hotel Mariahilf und die Geschichte einer künstlerisch-engagierten Migrantin auf Arbeitssuche. Doch nicht nur das Wort wird in der Annenpost groß geschrieben, auch das Bild kommt nicht zu kurz und so findet man auf www.annenpost.at neben den besagten Berichten auch eine erste Fotostory zum Festivalbezirk des Steirischen Herbst 2011.

annenpost.at ist ein jahrgangsübergreifendes Gemeinschaftsprojekt, das neben den journalistischen Fähigkeiten auch das redaktionelle Organisationstalent der Studierenden fordert. Der Weblog wird nun kontinuierlich neue Beiträge rund ums Annenviertel liefern, wobei der experimentelle Charakter nicht zu kurz kommen soll: „Die Annenpost will keine klassische Stadtzeitung sein, sondern bewusst eine offene Plattform, wo der Ausbildungscharakter im Vordergrund steht und die Studierenden auch neue narrative Formen ausprobieren können“, so Thomas Wolkinger.

Die Annenpost als Kunstprojekt

Die Idee einer Annenviertler Zeitung und das Annenpost-Logo selbst stammen aus dem Jahr 2009 und aus den Reihen des Kunstvereins Rotor. Ursprünglich war die Annenpost ein literarisches Produkt des Autors und Annenviertlers Stefan Schmitzer, der sich vor allem vom dynamischen und multikulturellen Flair des Stadtteils inspirieren ließ. Die analoge Urform der Annenpost wurde vom Studiengang als Basis übernommen und innerhalb nur einer Woche ins digitale Medium Internet übertragen.

Für die Studierenden von „Journalismus und Public Relations (PR)“ ist der Launch des Weblogs mit einer zweiten Premiere verbunden: Erstmals starteten sie heuer mit einer Projektwoche – einem journalistischen „Bootcamp“ – in ihr Studium und landeten somit schon am ersten Tag im kalten Wasser, als es galt, nach interessanten Geschichten in und ums Annenviertel zu suchen.

(Quelle: Fachhochschule Joanneum, 24.10.2011)