10 Jahre Fachhochschulen in Österreich
Würdigung von Bundesministerin Gehrer für Absolvent der FH Vorarlberg
Seit 10 Jahren gibt es in Österreich die Fachhochschulen. Ein Bildungsmodell, das klein angefangen, inzwischen aber auf 141 Studiengänge, rund 21.000 Studierende und 13.000 AbsolventInnen,eine starke internationale Vernetzung und die gelungene Verankerung in Wirtschaft und Gesellschaft verweisen kann. Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur lud gemeinsam mit dem Österreichischen Fachhochschulrat und der Österreichischen Fachhochschul-Konferenz am Montag zu einem Festakt, bei dem auch drei Würdigungen für besondere Studienleistungen vergeben wurden – eine davon ging an DI (FH) Walter Ritter von der Fachhochschule Vorarlberg (Studiengang iTec).
Vorarlberg als Fachhochschul-Pionier
Die Geschichte der österreichischen Fachhochschulen begann 1994 mit der Genehmigung der ersten zehn regulären Fachhochschul-Studiengänge. Die Pionierarbeit kam aber bereits 1992 aus Vorarlberg, wo die heutige Fachhochschule Vorarlberg bereits als „Technikum Vorarlberg“ startete: nach intensiven Gesprächen und Verhandlungen zwischen Technikum Vorarlberg, Bundesministerium, Land Vorarlberg und der TU Graz eröffnete die TU Graz den Studienversuch „Fertigungsautomatisierung“ - unter der Zusicherung, dass die Absolventen dieses Studienversuches bereits den Fachhochschul-Abschluss erhalten würden. Deswegen gab es in Vorarlberg bereits 1996 die österreichweit ersten Fachhochschul-Absolventen, an die der akademische Grad „Diplom-Ingenieur (FH)“ verliehen wurde. Zukünftige Entwicklung des FH-Sektors weiterhin dynamisch
Nach zehn Jahren zählt Österreich 141 Fachhochschul-Studiengänge, 19 Erhalter und knapp 21.000 Studierende (rund 1 Zehntel der aktuellen Zahl der Studierenden an Universitäten) und rund 13.000 AbsolventInnen.
Dr. Claus Raidl, Präsident des österreichischen Fachhochschulrats hat aber auch für die Zukunft ambitionierte Ziele: 2010 soll der FH-Sektor auf ca. 33.000 Studierende angewachsen sein. Inhaltlich ginge es u.a. darum „strenge Qualitätsmaßstäbe anzusetzen um das Vertrauen der Jungend noch stärker zu gewinnen, um den Ausbau der Internationalisierung, das Erreichen einer starken Position im Bereich des lifelong learnings und die Erhöhung der Frauenquote.“
Mag. Werner Jungwirth, Präsident der Fachhochschulkonferenz verwies darauf, dass neben dem quantitativen Wachstum auch qualitatives Wachstum wichtiges Ziel sei – sowie „das Beibehalten und die Weiterentwicklung der – die FHs auszeichnenden - „Kundennähe“.
AbsolventInnen, die sich am Arbeitsmarkt sehr gut bewähren. Würdigung von Bundesminsterin Gehrer für Absolvent der FH Vorarlberg
Die VerteterInnen der Fachhochschule Vorarlberg hatten beim Festakt gleich doppelt Grund zum Feiern: nicht nur das Jubiläum, sondern auch die Auszeichnung einer ihrer Absolventen durch Frau Bundesministerin Dr. Elisabeth Gehrer:
DI (FH) Walter Ritter aus Buch konnte - neben DI (FH)Absolvent Wolfgang Scherr, Absolvent der FH Kärnten und Mag. (FH) Michael Teufenbacher, Absolvent des IMC Krems - den Würdigungspreis des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Höhe von Euro 2.000,00 entgegennehmen. Der jeweils mit Euro 2000,00 dotierte Würdigungspreis, der österreichweit nur drei mal vergeben wird, werden Absolventen für besondere Studienleistungen und hervorragende Diplomarbeiten geehrt. Walter Ritter absolvierte im Studiengang iTec – Information and Communication Engineering im Juli 2004. Seine Diplomarbeit schrieb er in Zusammenarbeit mit dem IBM Research Lab nahe Zürich und ist inzwischen als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungszentrum User-Centered-Technologies (UCT) der Fachhochschule Vorarlberg tätig.
(Quelle: Fachholschule Vorarlberg, 12.01.2004)


