Numerus Clausus zu hoch? - Alternativen zum Medizinstudium
Für viele wird der Traum vom Medizinstudium keine Realität: Die größte Hürde, der Numerus Clausus im Einserbereich, entscheidet darüber, wer sich auf das Physikum vorbereiten darf. Dabei sind gute Schulnoten nicht zwangsläufig ein Garant für ein erfolgreiches Studium, wie Medizinstudenten zu berichten wissen. Vielmehr komme es auf Fleiß und Durchhaltevermögen an. Ein Blick auf Alternativen zum regulären Medizinstudium kann sich lohnen.
Ungarische Universitäten gelten unter deutschen Medizinstudenten als Geheimtipp. Das Medizinstudium wird dort auf Deutsch gehalten. An der Universität der ungarischen Stadt Pécs, welche zur Weltkulturhauptstadt 2010 erklärt wurde, studieren derzeit 180 deutsche Studenten, die ihren Traum vom Medizinstudium nach einer Absage nicht an den Nagel hängen wollten. Das ungarische Medizinstudium weist einen hohen Praxisbezug auf, stellt aber ähnliche Anforderungen an die Arbeitsbereitschaft an die zukünftigen Ärzte wie das Medizinstudium in Deutschland.
Eine weitere Alternative für diejenigen, die den Einser NC nicht knacken konnten und keine Wartesemester sammeln wollen, ist das Medizinstudium bei der Bundeswehr. Bewerber mit einem Notendurchschnitt von 1,7 haben bei der Bundeswehr noch gute Chancen, einen Studienplatz zu erhalten. Das Studium findet ebenfalls an einer zivilen Universität statt, bei welcher die Bundeswehr ein bestimmtes Kontingent an Studienplätzen für ihre Bewerber reserviert. Die Studiendauer beträgt etwa 8 Jahre. Während ihrer akademischen Ausbildung erhalten die Studenten zudem ein Soldatengehalt, müssen sich allerdings auch für 17 Jahre verpflichten. Zudem bietet die Bundeswehr Allgemeinmedizinern die Möglichkeit, ihre Facharztqualifikation nachzuholen.


