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„Erasmus für alle“: Stipendien statt Kreditbürgschaften für Master-Studierende

Studentenwerke kritisieren Programmentwurf „Erasmus für alle“ der EU-Kommission / Bachelor-Studierende sollen Stipendien erhalten, Master-Studierende dagegen eine Kreditbürgschaft

Der Programmvorschlag „Erasmus für alle“ der Europäischen Kommission stößt bei den deutschen Studentenwerken auf Kritik. Auf ihrer Jahresversammlung kritisierten die mehr als 150 Delegierten aus den Studentenwerken, dass künftig Master-Studierende im Rahmen des Erasmus-Mobilitätsprogramms kein Stipendium erhalten sollen, sondern eine Kreditbürgschaft.

Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossenen Studentenwerke fordern den Rat der Europäischen Union sowie die Abgeordneten des Europäischen Parlaments auf, den Programmvorschlag zu überarbeiten.

„Wer mit einem Erasmus-Stipendium derzeit ins Ausland geht, erhält einen monatlichen Mobilitätszuschuss von durchschnittlich 206 Euro. Das ist alles andere als bedarfsdeckend“, erläutert DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat.

„Für Bachelor-Studierende soll das weiterhin gelten. Aber Master-Studierende sollen kein Stipendium mehr erhalten, sondern eine Kreditbürgschaft. Das ist unverständlich und letztlich mobilitätsfeindlich“, kritisiert Dobischat, vor allem, wenn sich das Auslandsstudium stärker in die Masterphase verlagert. „Statt eine Gruppe von Studierenden im Erasmus-Programm schlechter zu stellen als die andere, sollen alle Studierenden ein Stipendium erhalten, und dieses Stipendium muss deutlich erhöht werden“, fordert Dobischat. „So lässt sich Auslandsmobilität für die Studierenden aus allen Schichten realisieren – aber nicht über Kredite.“

(Quelle: Deutsches Studentenwerk, 01.12.2011)

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