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Suche Zimmer! - Tipps zur Wohnugssuche

Die Schulbildung ist abgeschlossen, eine Ausbildungsstadt gefunden, alle Umzugskartons stehen zum Packen bereit? – Doch wie soll die neue Wohnungssituation fern von der trauten Familie eigentlich aussehen? WG, Studentenwohnheim oder eigenes Reich? Stellenboersen.de beleuchtet die drei unterschiedlichen Wohnungsarten und gibt Tipps bei der Wohnungssuche.

Würde man eine Befragung unter allen Studenten an deutschen Hochschulen bezüglich ihrer Wohnsituation durchführen, sie würde ergeben, dass die meisten in einer Wohngemeinschaft leben. Kein Wunder, hat das WG-Leben doch viele Vorteile. Zusammen mit Freunden kann man sich eine Wohnung teilen, tolle WG-Partys feiern, und hat immer jemanden, der für einen da ist. WG ist jedoch nicht gleich WG.

Zum einen gibt es die Wohngemeinschaft, die bereits besteht, und zu der man als „der Neue“ oder „die Neue“ dazuzieht. Vor allem, wenn man fremd in der Stadt ist, und weder Studienort noch Menschen kennt, findet man auf diese Weise sehr schnell Anschluss. Abends mal ins Kino oder in die nette Studentenbar um die Ecke, und gleich fühlt man sich etwas heimischer.

WG-Zimmer

Man kann aber auch mit Freunden eine eigene WG gründen. Dazu braucht es die passenden Freunde, Ausdauer bei der Suche nach eine geeigneten Wohnung und etwas Startkapital, um Grundeinkäufe, wie eine Waschmaschine und einen Kühlschrank, tätigen zu können. Dafür wohnt man dann mit Menschen zusammen, die man auf jeden Fall mag und läuft nicht Gefahr, in eine WG einzuziehen, mit der es eigentlich doch nicht so gut passt. Auch wird die häufig frustrierende Erfahrung vermieden, lauter WGs abzuklappern, und sich dann auf eine Kandidatenliste mit bereits 20 Namen einzutragen. Dabei muss jedoch erwähnt werden, dass es auch in der WG mit Freunden dicke Luft geben kann. Vor allem, wenn nicht nur Bad und Küche miteinander teilt, sondern auch in jeder Vorlesung nebeneinander sitzt. Wie leicht kann es da einem etwas „zu viel“ werden.
Bei der WG-Suche, gleich ob nach einer Bestehenden oder einer Neuen, achtet man am besten auf Angebote, die an der Uni ausgehängt sind, oder nutzt online Wohnungs- und WG-Börsen.

Als dritte WG-Form gibt es die Wohnheim-WG. Sie ist günstig, und die Suche unkompliziert. In der Regel schreibt man sich auf die Warteliste der Institution, die für das Wohnheim zuständig ist – meist ein Studentenwerk – und bekommt dann ein Zimmer zugewiesen. Ohne Garantie jedoch, dass man sich auch gut mit den neuen Mitbewohnern versteht. Unter Umständen entsteht durch die recht rege Mitbewohnerfluktuation auch keine wirkliche „WG-Seele“. Kaum ist man eingezogen, zieht ein andere wieder aus, und jemand Neues kommt hinzu. Der Vorteil einer Wohnheim-WG ist, dass die Zimmer meist ziemlich günstig sind.

Studentenwohnheim

Dieser Vorteil gilt auch für die Einzelappartements in Wohnheimen. Und da auch die Wohnungssuche mit vergleichsweise sehr wenig Aufwand verbunden ist, muss man sich vor allem bei den Einzelappartements auf eine sehr lange Wartezeit einstellen.
Die Bewerbung für einen WG- beziehungsweise Einzelappartementplatz in einem Wohnheim richtet man direkt an die Wohnheimverwaltung. Meist kann man sich schlicht auch im Internet auf eine Warteliste eintragen.

Die dritte Art des Wohnens ist die eigene Wohnung. Da Wohnungen, auch kleine, oft recht teuer sind, sollte man sich je nach Budget für ein bis zwei Zimmer entscheiden. Ein Nachteil dieser Größe ist, dass meist auch die Küche und das Bad etwas kleiner sind. Dafür kann man aber ungestört in den eigenen vier Wänden leben, und vor allem bei Klausurenstress ist diese Ruhe viel wert. Bei der Wohnungssuche achtet man am besten auf lokale Zeitungs- beziehungsweise Online-Annoncen von Anbietern, auch an der Uni können Aushänge zu finden sein. Wohnungssuche

Welcher „Wohntyp“ man ist, kann man letztendlich nur selbst herausfinden. Die anfänglichen Zweifel an ihrer „WG-Tauglichkeit“, die sich vielen jungen Menschen zu Beginn ihrer Wohnungssuche stellen, sind jedoch häufig völlig unbegründet. Auch wenn man morgens nicht immer guter Laune hat, und gerne in Ruhe GZSZ schaut, in der Regel zeichnen sich alle WG-Mitbewohner durch hohe Toleranz aus. Keiner ist perfekt, jeder weiß das, und irgendwie klappt das alles schon.

Sollte man nach einer Weile merken, dass man sein eigenes Reich doch vermisst, kann man sich noch immer nach einer kleinen Wohnung umschauen. Man hat auf jeden Fall nichts verloren, und oft auch noch nette Freunde gefunden.

Von Renia Warzych

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