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Versicherungen für Studenten

„Versicherung? Ich bin doch über meine Eltern versichert. Die werden schon alles geregelt haben – oder?“ Diese naive Einstellung haben erschreckenderweise allzu viele junge Menschen, auch Studenten. Doch gerade für sie ist es immens wichtig, sich frühzeitig mit der Frage nach den wichtigsten und notwendigen Versicherungen auseinanderzusetzen.

Ein allgemeiner Tipp: Sparen sie ihr Geld!

Das Geld, das sie für eine Versicherung ausgeben, ist zweckgebunden, d.h., Sie müssen die Beiträge für eine Versicherung fest in ihrer finanziellen Planung verankern. Auch wenn sie für eine der genannten Versicherungen das Geld übrig hätten, erscheint es doch oft lohnenswerter, von dem überschüssigen Geld eine Liquiditätsreserve anzulegen oder eine bestehende Rücklage ausbauen, von der Sie beim Eintreten eines Glasbruchs oder Krankenhausaufenthaltes das nötige Geld abzweigen können. So bleibt ihre finanzielle Planung flexibel und können ihr Geld für wesentliche Dinge ausgeben, denn gerade im Studium sind die Finanzen oft knapp.

Versicherungen für Studenten

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In erster Linie sollte man darüber bescheid wissen, welche Versicherungen die Eltern vor ewigen Zeiten abgeschlossen haben und um welche man sich selbst gekümmert hat. Erst wenn man sich einen Überblick über die aktuelle Lage verschafft hat kann man damit anfangen, sich mit eventuell notwendigen oder zumindest ratsamen zusätzlichen Versicherungen zu beschäftigen.

Doch welche Versicherungen braucht man als Student wirklich? Wendet man sich an einen Versicherungsvertreter muss man damit rechnen, dass dieser einem Policen andreht, die zum momentanen Zeitpunkt noch längst nicht notwendig sind und sie im schlimmsten Fall in finanzielle Schwierigkeiten bringen. Deshalb sollten sie sich genau über die einzelnen Versicherungen und die jeweilige Notwendigkeit für Studenten informieren.

Natürlich gelten die folgenden Empfehlungen nicht unbedingt für alle junge Menschen. Besondere Lebensumstände sollten natürlich in die Überlegung mit einbezogen werden.

Versicherungen, die sie unbedingt schon während der Studienzeit abschließen sollten, wenn sie die finanziellen Mittel dazu besitzen:

Berufsunfähigkeit

Es mag unwahrscheinlich erscheinen, dass man irgendwann einmal arbeitsunfähig wird, doch wenn es passiert reichen die staatlichen / gesetzlichen Leistungen oftmals nicht aus. Wenn man im Fall der Fälle nicht noch zusätzlich zu der misslichen gesundheitlichen Lage am Hungertuch nagen möchte sollte man vorsorgen. Und zwar frühzeitig. Auch Studenten können und sollten eine Berufsunfähigkeits-Rente abzuschließen. Einige wenige Versicherungsgesellschaften bieten für Studenten sogar spezielle Berufsunfähigkeitsversicherungen an, die im Bedarfsfall nicht erst nach Abschluss der Berufsausbildung die Rente ausgezahlt werden.

Private Haftpflicht

Wer Dritten einen Schaden zufügt, haftet dafür in unbegrenzter Höhe. Vor allem Personenschäden können extrem ins Geld gehen, doch auch geringere Materialschäden können ärgerlich oder gar existenzbedrohend sein. Eine Haftpflichtversicherung ist deshalb absolut notwendig und zudem nicht besonders teuer. Studenten sind allerdings bis zum 25. Lebensjahr bei den Eltern mitversichert. Erst danach müssen sie sich selbst um eine solche Versicherung kümmern.

Krankenversicherung

Ab einem bestimmten Lebensalter oder einer bestimmten Semesteranzahl sind Studenten nicht mehr bei den Eltern mitversichert. Für gibt es jedoch sowohl bei gesetzlichen als auch bei privaten Krankenkassen spezielle Studententarife an.

Unfallversicherung

Als Student haben sie außerhalb der Universität oder der FH (abgesehen von dem Weg dorthin oder zurück) keine Ansprüche an die gesetzliche Unfallversicherung. Sie müssen selbst für bleibende Schäden nach einem Unfall und die damit verbundenen Mehrkosten aufkommen. Eine private Unfallversicherung kann ihnen diese immensen Kosten ersparen und ist deshalb sehr wichtig. Es reicht allerdings, wenn sie sich nur für den Invaliditätsfall absichern. Alles übrige ist für einen Studenten meist zu teuer und auch nicht wirklich notwendig.

Versicherungen, die sie als Student nicht unbedingt benötigen, die aber in manchen Fällen doch sinnvoll sein können:

Verkehrs-Rechtsschutz

Diese Versicherung greift sowohl bei Verkehrsunfällen als auch bei drohendem Führerscheinentzug und deckt auch die Anwaltskosten ab. Notwendig ist sie deshalb nur, wenn man das Auto unbedingt für die Fahrt zur Uni oder FH benötigt. Ansonsten können sie sich das Geld auch sparen und im schlimmsten Fall auf den Führerschein verzichten.

Hausratversicherung

Der Hausrat lässt sich gegen Feuer, Einbruchdiebstahl, Vandalismus, Leitungswasser, Sturm und Hagel versichern. Und sogar Elementarschäden wie Erdbeben, Erdrutsch oder Überschwemmungen kann man mit abdecken lassen. Diese Versicherung lohnt sich jedoch vor allem dann, wenn man viele wirklich wertvolle Dinge sein Eigen nennt – und das ist bei kleinen Studentenbuden zumeist nicht der Fall.

Private Altersvorsorge

Die Renten werden immer geringer; das zumindest hört man immer wieder. Natürlich ist eine private Vorsorge deshalb sehr wichtig. Und wenn man das Geld dafür aufbringen kann sollte man sich gut überlegen, ob man mit der Zukunftssicherung nicht schon während des Studiums anfängt. Je eher, desto besser. Doch verschulden sollten sie sich deshalb in jungen Jahren nicht.

Versicherungen, die für Studenten unnötig sind:

Krankentagegeld

Krankenhaus-Tagegeld

Risiko-Lebensversicherung

Glasversicherung

Privat-Rechtsschutz

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