Essverhalten in Prüfungszeiten
Beginnen erst einmal die Klausuren und mündlichen Prüfungen heißt es Stress pur!! Durch den stressigen Alltag verändern sich die Ernährungsgewohnheiten dann erst Recht.
Während es dem einen auf den Magen schlägt, der schließlich aus Zeitmangel und Überlastung kaum noch etwas isst, verspüren andere plötzlich ein unstillbares Verlangen nach bestimmten, meist ungesunden Speisen. So ist Schokolade für viele Studenten und Studentinnen Nervennahrung und Stresskiller Nummer 1, da diese während der Stresszeiten besonders gut beruhige. Dabei ist das Stress-Essen meist keine Befriedigung von Hunger, sondern eher eine Belohnung für die Strapazen des Lernens.
Die DAK wollte es genauer wissen und befragte Hamburger Studierende zu ihrem konkreten Essverhalten in Prüfungszeiten:
Die Umfrage ergab:
Vor allem fettreiche Speisen wie Pizza und Fertiggerichte sowie Süßigkeiten stehen in Prüfungsstresszeiten bei vielen Studenten und Studentinnen ganz weit oben. Dabei greifen 60 % der Studentinnen vermehrt zu Schokoriegeln, Studenten sind mit knapp einem Viertel dabei.
Die verstärkte Lust auf Süßes in Stresszeiten konnte nun auch durch US-Forscher nachgewiesen werden.
So wird bei nervlicher Anstrengung vermehrt das Stresshormon CRH (Corticotropin Releasing Hormone) ausgeschüttet, das das Verlangen nach Zucker um das Dreifache ansteigen lässt. Gummibärchen, Maoam und Schokolade werden dann zu besten Trostspendern, da sie Ablenkung vom Lernstress versprechen. Insbesondere Schokolade setzt im Hirn den Botenstoff Serotonin frei, der gute Laune erzeugt. Die positive Wirkung der Leckerei hält allerdings nur kurz an: Zwar steigt der Blutzuckerspiegel rapide in die Höhe und steigert vorübergehend die Leistungskurve, doch fällt er dann umso schneller wieder ab und weckt die Lust auf den nächsten Riegel.
Was nach einer harmlosen Versüßung der Lernstrapazen klingt, kann langfristig ernste gesundheitliche Folgen haben. Vor allem dann, wenn man sich erst einmal an eine derart ungünstige Ernährungsweise gewöhnt hat.
Aus dem Trost spendenden Leckerlie wird dann ein echtes Ernährungsproblem:
So hat man schließlich nicht nur mit hartnäckigen Pfunden auf den Hüften zu kämpfen, die man nur schwer wieder los wird, sondern ist zudem einem erhöhten Risiko für Karies, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgesetzt. Alles in allem also ein hoher Preis für die kleine Ablenkung zwischendurch.
Um der schlechten Ernährung unter Studenten u.a. vorzubeugen, versuchen die Studentenwerke mit den verschiedensten Sonderaktionen mehr Studierende in ihre 700 Mensen und Cafeterien zu locken. Dabei ist der regelmäßige Besuch in der Mensa der täglichen Ration Chicken-Nuggets eindeutig vorzuziehen. Zwar lässt die Qualität des Essens in manchen Mensen zu wünschen übrig und wäre verbesserungsbedürftig, doch nichts desto trotz ist das Mensaessen zweifelsohne günstiger als Fastfood.


