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Vom Beruf des Musikpromoters

Berühmt wird ein Musiker nicht nur durch viel Talent und eine gute Bühnenshow, hinter ihm steht auch immer die Plattenfirma, die dafür sorgt, dass sich die Platten verkaufen und die Fans ihre Idole lieben. Rückgrat dieser Plattenfirmen sind die Musikpromoter. Einen klaren Weg in den Beruf gibt es nicht, von geregelten Arbeitszeiten ganz zu schweigen, dennoch kann Musikpromoter durchaus ein Traumjob sein.

Vom Beruf des Musikpromoters. Foto: Die Sängerin Coshiva
Vom Beruf des Musikpromoters. Foto: Die Sängerin Coshiva

Der Berufsalltag umfasst die Medien informieren, Interviews planen, CDs verschicken oder zusammen mit Bookern die Tour planen. Das bedeutet viel telefonieren und mailen im Büro, besonders wenn die Band gerade ihr neues Album raus gebracht hat.

Andererseits bringt der Beruf auch viel Glamour mit sich, man ist ständiger Gast auf Promi-Partys, trifft viele Musiker und ist immer auf dem Laufenden was Musiktrends anbelangt. Wer denkt, na toll der Promoter ist quasi nur der Lakai der Band, liegt weit daneben. Ohne die Musikpromoter läuft gar nichts.

Ohne sie wird der Künstler nicht bekannt und bleibt damit auch einer breiten Masse aus potenziellen Käufern unbekannt. Manchmal muss der Sänger nicht mal gut sein, um groß vermarktet zu werden. Sondern es reicht, dass er schräg aussieht und sich verkaufen lässt. Als Promoter muss man aber auch darauf achten, dass die Künstler nicht abheben oder nach einem Konzert so betrunken sind, dass das Interview am nächsten Morgen nicht mehr stattfinden kann.

Die wichtigste Aufgabe eines Promoters ist aber das Schaffen von Medienaufmerksamkeit für die Bands. Die Zeitungen müssen über die Künstler berichten, die Radiosender die Songs spielen und das Fernsehen Interviews und am Besten noch die Musikvideos ausstrahlen. Kontakte in die einzelnen Medien sind deshalb unabdingbar. Ohne Beziehung in die Musikindustrie und den Journalismus geht einfach gar nicht als Promoter.

Sicherlich leben aber auch viele Musikjournalisten von den Tipps der Musikpromoter. Die Musikpromoter unterstützen ihre Schützlinge aber auch im Umgang mit den Medien.

Ausbildung und Berufseinstieg

Offiziell gibt es eine Ausbildung: Kauffrau/- mann für audiovisuelle Medien mit Promotion als Ausbildungsschwerpunkt. Allerdings ist dieser Weg eher selten. Eigentlich gibt es keine offizielle Ausbildung für den Beruf. Viele Promoter haben Musik oder Medienwissenschaften studiert und sind über Praktika oder Trainees an ihre Jobs gekommen. Der Berufseinstieg ist allerdings sehr schwer wie in der gesamten Musikindustrie. Promotion-Agenturen beschäftigen selten viele Mitarbeiter und die Musiklabels reduzieren ihre Promotionteams und gegen Aufträge an Freelancer ab. Wichtig sind auf jeden Fall Praktika in der Musikbranche oder musiknahen Medien. Fast alle Promotionagenturen und Labels bieten aber Praktika im Bereich Promotion an.

Inzwischen kann man aber auch in Paderborn populäre Musik und Medien als Bachelor studieren und in Hannover den Master in Medien und Musik machen. Das wären immerhin mögliche akademische Ausbildungen in die Richtung Musikpromotion.

Was sollte der Bewerbung für den Job als Musikpromoter mitbringen:

  • Interesse und Verständnis für die Musik der Promotionabteilung
  • Offenheit, Kontaktfreudigkeit, Hartnäckigkeit, Durchhaltevermögen
  • Man sollte sich bestens in der Medienlandschaft auskennen
  • Von Vorteil sind natürlich schon eigene Kontakte in die Medienbranche   Gehalt: Beim Berufseinstieg liegt das Gehalt bei rund 1.000,- bis 2.500,- Euro netto bei je nach Agenturgröße. Wer aufsteigt oder bei großen Labels arbeitet, kann sicherlich mehr verdienen, ohne jedoch auf den großen Reichtum hoffen zu dürfen.

Von Birk Grüling

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