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Bedeutung des Web 2.0 für Studenten

Computer und Internet sind fester Bestandteil des Studentenalltags. Studenten nutzen PC und Internet sowohl für studienbezogene Tätigkeiten wie Recherchen, Referate, Hausarbeiten als auch privat. Diese Generation ist mit den neuen Medien aufgewachsen und weiß sich dort sicher zu bewegen. Den großen Stellenwert bestätigt die Studie „Studieren im Web 2.0“ der Hochschul-Informations-System GmbH und des Multimedia Kontors Hamburg. Für die Untersuchung wurden mehr als 4.400 Studenten befragt, inwieweit sie Web 2.0-Applikationen und E-Learning-Angebote nutzen.

Bedeutung des Web 2.0 für Studenten

Bis zu drei Stunden zwischen Wikipedia und StudiVZ

Der Großteil der befragten Studenten (73 %) verbringt täglich bis zu drei Stunden im Internet; 23 % sogar länger. Die meisten haben dabei feste Rituale und Lieblingsseiten, die sie obligatorisch besuchen. Fester Bestandteil des täglichen Internetrundgangs ist für 60 % der Befragten ein Besuch bei Wikipedia. Das Online-Lexikon ist das Paradebeispiel für das sogenannte Web 2.0. Dies bedeutet, dass auch die User die Inhalte des Internets liefern. Jeder kann bei Wikipedia mitmachen und Artikel verfassen, korrigieren und diskutieren. Die Hälfte der Studienteilnehmer hält die Artikel dennoch für qualitativ hochwertig und die dargebotenen Informationen für verlässlich.

Nach dem Stöbern auf Wikipedia und dem Abrufen der E-Mails ist bei 51 % sind Social Communities wie StudiVZ, FaceBook oder Xing an der Reihe. Der primäre Zweck ist die positive Selbstdarstellung. Der Student „gruschelt“ Freunde, macht sich auf die Suche nach verschollenen Klassenkameraden oder sieht sich einfach nur die neuesten Partypics des Kommilitonen an.

Auch an den Hochschulen werden immer mehr Dienste digitalisiert. 86 % der Studierenden gaben an, dass ihre Universität Materialien im Netz anbietet. Der Student kann sich heute alle möglichen Informationen bequem aus dem Netz ziehen. Ist eine Info auf der Uni-Homepage nicht zu finden, wendet man sich via E-Mail an den zuständigen Prof.

Praktisch sind auch Studierendenportale, auf denen die Studenten ihre Noten abfragen, sich rückmelden oder sich für Prüfungen anmelden können. So kann es nicht mehr passieren, dass der eine oder andere Schein wundersam abhandenkommt und man das der miesepetrigen Lehrstuhlsekretärin erklären muss.

Virtuelle Kurse und Jobsuche im Web

Rein virtuelle Veranstaltungen sind dagegen immer noch selten und von Studentenseite auch nicht erwünscht. Nur 5 % der Befragten nutzen tatsächlich virtuelle Seminare und Tutorien. Eine gute Möglichkeit ist es, Präsenzunterricht mit interaktiven Online-Angeboten zu kombinieren. Die Studenten müssen an wenigen Terminen zum Seminar erscheinen und erledigen in der Zwischenzeit Aufgaben, die sie online abgeben.

Aber auch nach dem Studium bleibt das Internet unverzichtbar. Gerade in der Bewerbungsphase erleichtert es die Jobsuche und die Vorbereitung der Bewerbungsunterlagen sowie des Vorstellungsgesprächs. Es gibt zahlreiche Jobbörsen, die unter anderem auch die interessanten Stellenmärkte der FAZ oder der Süddeutschen erfassen. Viele Jobbörsen bieten zudem ein kostenloses Abonnement an, das dem Bewerber passende Jobangebote per E-Mail zusendet.

Auch auf der Social Community Xing veröffentlichen Arbeitgeber ihre Stellenanzeigen. Besonders wichtig ist hier die angemessene Selbstdarstellung, denn Personaler nutzen Xing zunehmend, um sich ein zusätzliches Bild von ihren Bewerbern zu machen. Die Profile fallen folglich seriöser aus als in StudiVZ. Hobbies wie Partymachen, Telefonieren und Kaffeetrinken weichen Interessen wie Politik, Wirtschaft und Reisen.

Geben Profilbesitzer persönliche Daten ohne Wenn und Aber preis, schlagen Datenschützer Alarm. Allzu private Informationen und Bilder sollte man besser für sich behalten, um Datenmissbrauch zu vermeiden.

Von Stefanie Riedl

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