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BAföG: 822 000 Geförderte im Jahr 2008 – 16 000 mehr als im Vorjahr

Junge Menschen sollen die Chance haben, unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Familien eine ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechende Ausbildung zu machen. Das BAföG wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung als Garant für diese Möglichkeit verstanden. Zum 1. August 2008 ist das 22. BAföG-Änderungsgesetz in Kraft getreten. Höhere Freibeträge und Bedarfssätze sollen jungen Menschen eine gute Ausbildung ermöglichen. Der Förderungshöchstsatz beträgt nach der Änderung 648 Euro. Durch die höheren Freibeträge erhalten noch mehr Auszubildende einen Anspruch auf Förderung.

BAföG: 822 000 Geförderte im Jahr 2008 – 16 000 mehr als im Vorjahr

Im Jahr 2008 erhielten rund 882 000 Personen BaföG-Leistungen, so die Mitteilung des Statistischen Bundesamtes. Das waren 2% mehr als im Vorjahr. Es wurden deutlich mehr Studierende gefördert, während die Zahl der bezuschussten Schüler/innen nahezu gleich geblieben ist.

Den maximalen Förderungsbetrag erhielten 52% der BAföG-Empfänger. Die Höhe des Betrages hängt von der Ausbildungsstätte und der Unterbringung ab. 31% aller Geförderter wohnten bei ihren Eltern und 69% außerhalb des Elternhauses. Eine Teilförderung erhielten 48%. Diese wird geleistet, wenn das Einkommen der Geförderten oder das der Eltern eine bestimmte Grenze übersteigt. 2008 gab es rund 429 000 Vollgeförderte und damit ungefähr 10% (bzw. 39 000) mehr als 2007. Die Zahl der Teilgeförderten ist hingegen auf 393 000 zurückgegangen. 2007 waren das noch 6% (23 000) mehr.

 144 Millionen Euro oder 6% mehr gab der Bund für die Ausbildungsförderung aus, insgesamt waren es 2008 2 332 Millionen Euro. Für die Studierendenförderung wurden 2007 100 Millionen Euro weniger ausgegeben. Im Durchschnitt erhielten Schüler/innen monatlich 321 Euro und geförderte Studierende 398 Euro pro Person.

Konkret sind die Bedarfssätze zum Schuljahr bzw. Wintersemester 2008/2009 um 10% gestiegen, die Freibeträge vom Einkommen der Auszubildenden, ihrer Ehegatten und Eltern um jeweils 8%. Da diese Regelung erst seit dem 1. August 2008 in Kraft getreten ist, resultieren die gestiegenen Zahlen aus den letzten fünf Monaten des vergangenen Jahres.

Von Maria Kern

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