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Onlinestudium im Bereich Grafik-Design

Die Informationsbranche ist ein Wachstumssektor. Ob Print, Internet oder TV – Medien beherrschen unsere Wahrnehmung und wollen wirksam gestaltet werden. Neben den klassischen Tätigkeitsfeldern eines Grafik-Designers wie der Werbung, Zeitschriften und Büchern benötigt jede Branche einen professionellen Gestalter, der die firmeneigenen Kommunikatiosnstrategien visuell realisiert. Ein Onlinestudium Grafik-Design ist also allen zu empfehlen, die sich eingehender mit der Thematik beschäftigen möchten. Sei es um die Wahrnehmung zu schulen, eigene Flyer, Newsletter oder Webseiten professionell zu gestalten oder ob man neben dem Studium, Beruf oder Familie eine zertifizierte Ausbildung zum Grafik-Designer anstrebt.

Onlinestudium im Bereich Grafik-Design

Neben den großen Fernstudienanbietern wie ILS und SGD zeichnen sich vor allem zwei staatlich anerkannte Online-Akademien durch ihre Spezialisierung auf die Ausbildung von Grafik- und Mediendesignern aus: Die Hamburger Technische Kunstschule (HTK) und die Grafikakademie. Bei beiden Akademien kann das Studium jederzeit begonnen werden, Vorraussetzung sind lediglich ein PC bzw. Mac, ein Internetanschluss sowie ein Grafikprogramm nach Wahl (Grafikakademie) bzw. Adobe Acrobat Reader sowie je nach gewählter Studienmöglichkeit, Versionen der verschiedenen Grafik- und Multimedia-Softwareanbieter (HTK). Das Onlinestudium der Grafikakademie gliedert sich in zwei Abschnitte à 5 Seminaren, die jeweils ca. 12 Monate dauern: dem Basisstudium „Grundlagen grafischer Werbegestaltung“ und dem Aufbaustudium „Fortgeschrittene grafische Werbegestaltung“, wobei es generell auch möglich ist, nur einzelne Seminare zu belegen.

Auch das Studium Grafik-Design an der HTK gliedert sich in zwei Abschnitte über je ca. 12 Monate: Dem DTP-Studium (Desktop Publishing) und dem Grafik-Design Grundlagen Studium. Es können sowohl beide Abschnitte als auch Module der Abschnitte einzeln belegt werden, wobei das DTP-Studium, in dem die Kenntnisse der gängigen Grafik-Software vermittelt wird, vor allem jenen zu empfehlen ist, die kaum Erfahrung mit den entsprechenden Programmen haben, da dies Voraussetzung für das Bearbeiten der Aufgaben im Grafik-Design Grundlagen Studium ist. Sowohl die HTK als auch die Grafikakademie versenden nach Anmeldung die ersten Lehrmaterialien und Aufgaben, die dann zu Hause bearbeitet werden müssen und anschließend zur Korrektur an den betreuenden Dozenten zurückgesendet werden. Nach der Korrektur müssen die Aufgaben nach Bedarf abermals bearbeitet werden oder man kann zur nächsten Aufgabe übergehen. Die Grafikakademie rechnet mit einem Zeitaufwand von ca. 4-6 Stunden pro Woche, die HTK mit 5-8 Stunden je nach Vorkenntnissen und Verständnis der Studierenden.

Die Kosten an der Grafikakademie belaufen sich für das Basisstudium auf EURO 1200 bei Zahlung in vier Raten á EURO 300, bzw. EURO 1260, zahlbar in 12 Monatsraten á EURO 105. Die Fortgeschrittenenseminare kosten komplett 953 EURO in 10 Raten zu 95,30 EURO bzw. 910 EURO bei Zahlung in 4 Raten zu 227,50 EURO. Darin inbegriffen sind alle Unterrichtsmaterialien, die wahlweise per E-Mail oder per Post als CD-ROM versendet werden. Das DTP-Studium und das Grafik-Design Grundlagen Studium an der HTK kostet jeweils 1440 EURO, zahlbar in monatlichen Raten á 80 EURO. Auch hier sind die Unterrichtsmaterialien inbegriffen, für die Abschlussprüfung in Hamburg fallen allerdings noch einmal 150 EURO Gebühren an.

Trotz der offensichtlichen Ähnlichkeiten beider Schulen gibt es große Unterschiede: Während die Grafikakademie ihr Hauptaugenmerk auf die Vermittlung der theoretischen und künstlerischen Grundlagen (u.a. durch sehr ausführliches und leicht verständliches Lehrmaterial sowie der sehr guten Betreuung durch die Dozenten) legt, wird hier kaum praktisches Wissen über die Anwendung der gängigen Software vermittelt. Entscheidet man sich für ein Studium an der Grafikakademie, sollte man entweder bereits Erfahrung mit den entsprechenden Programmen haben, bereit sein sich autodidaktisch mit externen Lehrmaterialien wie z.B. der kostenlosen Videoworkshops von Adobe (auf www.adobe.com/de/designcenter/video_workshop/) auseinander zu setzten oder zunächst das DTP-Studium an der HTK absolvieren.

Die HTK dagegen punktet vor allem durch ihre praxisnahen und modernen Aufgabenstellungen sowie der Tatsache, dass man am Ende des Studiums eine Mappe für Bewerbungen bei Agenturen zusammen hat. Auch das Angebot, als Onlinestudent an den Workshops und Seminaren in Hamburg kostenfrei teilzunehmen spricht, wie ihr Bekanntheitsgrad und enge Zusammenarbeit mit Verlagen und Agenturen im norddeutschen Raum, für die HTK. Dagegen sind die Lehrmaterialien oftmals nicht so leicht verständlich wie die der Grafikakademie und Theorie bleibt meist graue Theorie – kurz oder gar nicht behandelt. Auch muss man hier mit längeren Antwortzeiten der Dozenten rechnen, als es bei der Grafikakademie der Fall ist. Dafür bietet die HTK nach Abschluss des Grafik-Design-Studiums die Weiterqualifizierung zum Web-Designer an – angesichts des Vormarsches elektronischer Medien ein nicht zu verachtender Vorteil.

Alles in allem ist ein Grafik-Design Fernstudium nur jenen zu empfehlen, die über Selbstdisziplin und Willen zur autodidaktischen Weiterbildung (auch außerhalb des Studiums) verfügen. Für Praktiker ist sicher die HTK erste Anlaufstelle, für Theoretiker eher die Fernakademie. Wer sich nicht sicher ist, sollte in jedem Fall probeweise ein Modul bei der HTK und ein Seminar an der Grafikakademie absolvieren.

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