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Exzellenzinitiative: nur noch 8 Hochschulen im Elite-Rennen

Nachdem der TH Karlsruhe, der Ludwig-Maximilian-Universität München sowie der TH München bereits im Oktober 2006 der Titel „Elite-Uni“ verliehen wurde, haben nunmehr nur noch acht von ursprünglich 27 Hochschulen die Chance als „Spitzenuniversität“ ausgezeichnet zu werden.

Der Wissenschaftsrat und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gaben am 12. Januar das Ergebnis der zweiten Vorrunde der Exzellenzinitiative bekannt: die Freie und die Humboldt-Universität Berlin, die Universitäten Göttingen, Freiburg, Heidelberg und Konstanz sowie die Rheinisch Westfälische Technische Hochschule Aachen und die Ruhr-Universität Bochum sind weiterhin im Rennen um den Elite-Titel. Ein „Bewilligungsausschuss“ wird im Oktober eine endgültige Entscheidung treffen – und bis dahin sind die nominierten Hochschulen dazu aufgefordert, ihre Anträge zu präzisieren.

Doch im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Exzellenzinitiative“ sollen nicht nur die Eliteuniversitäten, sondern noch zwei weitere „Förderlinien“ unterstützt werden: Graduiertenschulen, an denen der wissenschaftliche Nachwuchs – wie Doktoranden – gefördert werden soll, und Exzellenzcluster, mit denen „international sichtbare und konkurrenzfähige Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen etabliert werden sollen“. Den ausgewählten Graduiertenschulen winken ca. 1 Million Euro und den Exzellenzclustern etwa 6,5 Millionen Euro pro Jahr. Zum Vergleich: jede ausgezeichnete „Elite-Uni“ darf sich über eine Finanzförderung von insgesamt rund 100 Millionen Euro freuen. Das Förderprogramm, welches noch von der rot-grünen Bundesregierung ins Leben gerufen wurde, stellt zwischen 2007 und 2011 insgesamt 1,9 Milliarden Euro (!) zur Verfügung. Ziel ist es, die Forschung an deutschen Hochschulen auszubauen und den Wissenschaftsstandort Deutschland zu stärken.

Im Moment sieht es allerdings danach aus, dass die Fördergelder nicht gleichmäßig auf alle Hochschulen im Bundesgebiet verteilt werden. So sehen sich vor allem die nördlichen und neuen Bundesländer benachteiligt - die ostdeutschen Bundesländer bekommen beispielsweise nur 3% der Exzellenzmittel. Zur Erinnerung: neben den bereits ernannten Eliteuniversitäten in Karlsruhe (TH) und München (LMU und TH) stehen derzeit noch drei weitere Hochschulen – Freiburg, Heidelberg und Konstanz – auf der Liste der möglichen Spitzenuniversitäten; und sie alle liegen in Baden-Württemberg oder Bayern. Ein gewisses „Nord-Süd-Gefälle“ ist somit wohl kaum von der Hand zu weisen. Es bleibt abzuwarten, welche Universitäten das Rennen machen. Im Oktober wissen wir mehr.

Von Katrin Rohe

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