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Bachelor - und was kommt dann?

Es ist noch nicht lange her, da musste man sich von jedem fragen lassen, was man nach dem Abitur machen möchte. „Und jetzt? Studieren? Oder willst du lieber erstmal eine Ausbildung machen?“ Als man dann geklärt hatte, das man studieren will und auch einen Studienplatz auf die zahlreichen Bewerbungen hin ergattert hatte, war man erstmal beruhigt, dennoch gingen die Fragen weiter: „Soziologie? Aha…und was willst du später mal damit machen?!“ Man konnte diese Frage zwar noch nicht so sicher beantworten, außer einem souveränen „Damit kann man eigentlich alles machen!“ war aber froh, sich für etwas entschieden zu haben.

Bachelor - und was kommt dann?

Für die nächsten drei Jahre war erstmal geklärt, was man macht und wo man unter kommt: Auszug bei den Eltern, neue Stadt, Studentenleben, das Gefühl von Freiheit zwischen Vorlesung und WG- Party. Drei Jahre später hat mit dem stressigen Bachelor alles geklappt und man hat vielleicht wie ich drei Praktika in den Semesterferien absolviert, dazu ein Erasmussemester plus das normale stressige Unileben eines Bachelorstudierenden gemeistert und ist eigentlich ganz zufrieden, wie man das alles so hinbekommen hat. Doch da geht es auch schon wieder los: Bachelor in der Tasche ok, aber was kommt dann?

Mit dieser Frage beschäftige ich mich zurzeit, da ich in zwei Monaten diesen wunderbaren ersten Universitätsabschluss in der Tasche habe und noch ungewiss ist, wo ich danach bin und was ich machen werde.

Jetzt löchern mich wieder alle mit ihren Fragen und auch unter den Kommilitonen gibt es nur das eine Thema (von dem üblichen Tratsch mal abgesehen): „Wo bewerbt ihr euch für den Master? In Göttingen bleiben oder doch lieber wo anders hin? Was ist die Alternative? Bewerbt ihr euch für Traineestellen oder gar- man mag es kaum aussprechen- richtige Jobs?“

Ich gehöre zu den Bachelorabsolventen, die recht sicher wissen, dass sie weder eine Unilaufbahn anstreben noch allzu lange in einer Stadt wie Göttingen verweilen wollen (die zwar für das Studentenleben klasse ist, aber nach einer Weile kennt man es einfach). Ich bewerbe mich zurzeit für Volontariate in PR Agenturen und Traineestellen in großen Unternehmen im Bereich Unternehmenskommunikation und Marketing. Ich bewerbe mich deutschlandweit und bin der Schweiz und Österreich auch nicht abgeneigt. Ich bin gespannt, wohin es mich letztlich verschlägt. Ach so und für Master will ich mich auch noch bewerben, allerdings gerne einen nicht- konsekutiven Master, z.B. im Bereich Marketing / Public Relations. Da dies allerdings meist nur an teuren Privatunis angeboten wird, reizt mich der Jobgedanke dann doch mehr so. Denn auch Bachelorabsolventen können einen Job finden, wenn sie wissen, was sie wollen und wo sie hin wollen und zudem noch Erfahrungen während des Studiums gesammelt haben. Stolz kann ich hoffentlich bald sagen: „Ich hab ´nen Job!“

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