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Studien: Das Bewältigen von Krisen auf dem Arbeitsmarkt

Die internationale empirische Arbeitsmarktforschung kann nicht belegen, dass der Grund für eine entsprechend hohe Arbeitslosigkeit der starke Kündigungsschutz ist.

Selbst die Schwächung des Kündigungsschutzes könne auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland sogar für eine Reduzierung der internen Flexibilität führen. Aufgrund der hohen Beschäftigungsstabilität in einer schweren Wirtschaftskrise, welche die BRD momentan in einem weltweiten Vergleich auszeichnet, wäre wesentlich schwerer erreichbar.

Sowohl die Arbeitsmarktexperten des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) als auch des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) kamen zu diesem Resultat. Die Doktoren Alexander Herzog-Stein sowie Camille Logeay haben die Forschungsliteratur zum Einfluss des Kündigungsschutzes auf die Arbeitslosenrate ausgewertet. Sie analysieren zudem, welche Komponenten dazu führen, dass die starken Einbrüche bei der Produktion sowie Wirtschaftsentwicklung bisher kaum auf dem Arbeitsmarkt spürbar sind.

Ein großer Teil der Studien belegte, dass die Arbeitslosigkeit nicht durch einen statistisch signifikanten Einfluss verändert wird. Jedoch ermittelten drei Studien einen Zusammenhang, der sich nur zum Teil signifikant belegen lässt. Diese gehen aber in verschiedene Richtungen. Bei zwei Studien korrelierte die höhere Arbeitslosigkeit mit einem stärkeren Kündigungsschutz. In der dritten Studie korrelierte ein stärkerer Kündigungsschutz nur zum Teil mit einer niedrigeren Arbeitslosigkeit. Nur zwei der 13 Studien belegten einen statistisch signifikanten Bezug zwischen der höheren Arbeitslosigkeit und dem höheren Kündigungsschutz.

Trotz der schwierigen Lage auf dem Arbeitsmarkt sind auf wissenschaft.de mehrere Stellen zu vergeben.

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