Der Berufsstart-Absolventen-Index I 2009
Als sich die Finanzkrise zur Wirtschaftskrise entwickelte sowie die schlechten Konjunkturprognosen immer schlechter werden, schlug der Berufsstart-Absolventen-Index I 2009 einen Abwärtstrend ein. Dieser hat sich von 260 Punkte auf 241 Punkte verschlechtert und er verlor das 2. Quartal in Folge.
Das Jahr 2009 begann wie 2008 geendet hatte. Die Lage für die Werkstoffwissenschaftler (minus 62), Maschinenbauingenieure (minus 30) und Bauingenieure (minus 42) hat sich auf dem Absolventenstellenmarkt wesentlich verschlechtert. Im Vergleich zum Vorquartal gibt es in diesen Bereichen keine steigende Anzahl. Dagegen ist das momentane Klima in der Elektrotechnik (- 5) sowie Chemie, Biologie und Wirtschaftsinformatik (- 7) relativ mild. Dabei korrespondieren diese miserablen Ergebnisse mit dem Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukt von 6,9 % im 1. Quartal 2009 im Vergleich zu dem letzten Vorjahresquartal.
Gab es im Bereich der Wirtschaftswissenschaften im Winterquartal 2008 einen Rückgang von 3 %, so verzeichnen die Stellenangebote einen Verlust von 7 %. Es sind alle Bereiche der Wirtschaftswissenschaften zu gleichen Teilen betroffen. Trotz alledem gibt es laut den Experten recht gute Jobaussichten für Absolventen. Jedoch warnen die Experten davor, dass man nicht nur die benötigten Fachkenntnisse, sondern auch Social Skills vorweisen muss. Ferner nimmt die Bedeutung an tiefgehenden IT-Kenntnisse immer mehr zu, um für die Firmen attraktiv zu sein.
Weil die Kunden Finanzierungsproblemen durch die Banken bekamen, stornierten die Kunden ihre Aufträge im Maschinenbau. Der Auftragseingang sank zudem von März bis Januar in diesem Jahr um 42 %. Dabei ist der Maschinenbau die exportabhängigste und beschäftigungsstärktste Branche. Nun muss diese Branche, die mit Kurzarbeit sowie so wenig wie mögliche Entlassungen zu kämpfen hat, spätestens im Jahr 2010 wieder eine Erholung erfahren. Dabei bestätigt der BAI, dass schwere Zeiten herrschen. Schließlich verzeichnet der Index ein Minus von 30.
Dagegen sieht die Entwicklung bei den Absolventen der Elektrotechnik nicht so schlimm aus. Hier beträgt der Rückgang nur 18 Punkte. Dennoch machten die Elektrofirmen auf der Hannover Messe klar, dass es auch ihnen mehr schlecht als recht geht. Es planen zwei von drei Firmen Entlassungen sowie Kurzarbeiten. Im 1. Quartal 2009 brach der Umsatz um 28 % ein. Auch in der Elektrotechnik soll es wie im Maschinenbau im Jahr 2010 eine Wende kommen.
Sowohl Physik- als auch Mathematik-Absolventen mussten lediglich sieben Punkte einbüßen und sie landen auf dem zweiten Platz des BAI I 2009. Dabei verlangsamte sich die Talfahrt. Die HIS Hannover macht eine Langzeitstudie zu den Absolventen der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Auf dem Arbeitsmarkt sieht man in diesen Bereichen sehr gute Chancen. Innerhalb eines Jahres werden etwa 90 % der Absolventen eine Position finden.
Eine Position kann man schnell auch auf newscientistjobs.com, einer englischsprachigen Seite, finden. Die Eingaben des gewünschten Bereichs, Ortes usw. sind dort einzutragen. Die Jobs sind in den Bereichen Biologie, Mathematik&IT, Chemie, Physik und anderen zu finden.


