Fehler bei Bologna?
Seit mehreren Wochen protestieren Studenten nun schon. Angefangen in Österreich hat sich der Streik auch in Deutschland ausgebreitet, mittlerweile finden in jeder größeren Stadt Protestbewegungen statt.
In den Nachrichten, in Talkshows und auf der Straße, überall ist dieses Thema allgegenwärtig. Die Politik sieht sich gezwungen, die neuen Bachelor-Studiengänge und die Einführung der Studiengebühren nochmal zu überdenken.
Studenten beklagen sich über zu volle Hörsääle, über überfüllte Seminare, die ein leistungsstarkes Studieren unmöglich machen. Durch die neuen Studienordnungen seit dem Bachelor-System und die Einführung der Studiengebühren habe der Druck im Studium enorm zugenommen. Ein Studium in den meisten Bundesländern Deutschlands ist teuer geworden. 500 Euro Studiengebühren jedes Semester muss sich manch ein Student hart erarbeiten – und nebenbei gute Leistungen bringen. Dafür möchte man auch etwas geboten bekommen. Doch dies ist leider Mangelware an den meisten Universitäten. Auf 300 Studenten kommt in vielen Fakultäten ein Professor, Fächer wie Germanistik oder Wirtschaftswissenschaften sind völlig überlaufen.
Der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Peter Strohmeier, räumt „handwerkliche Fehler“ bei der Umsetzung der Bachelor-Studiengänge ein. Die Reform sei zu sehr darauf bedacht gewesen die Studienzeiten zu verkürzen. Dabei seien andere Aspekte leider zu wenig beachtet worden. Bleibt zu hoffen, dass in naher Zukunft die Bildung an den Universitäten wieder in den Vordergrund rückt. Die Studenten protestieren weiter - für freie Bildung, bessere Lernbedingungen und gegen Studiengebühren- die Politik hat noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen.
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