DED-Bildungsarbeit erhält Auszeichnung als offizielles Projekt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"
Mit der Auszeichnung "Offizielles Projekt der Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014" wird die Entwicklungspolitische Bildungsarbeit des DED am 01. März 2005 prämiert. "Es war uns bewusst, dass wir gute Arbeit leisten. Es ist dennoch wunderbar, wenn man dafür eine so ehrenvolle Auszeichnung erhält", freute sich Dr. Jürgen Wilhelm, Geschäftsführer des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED).
Die von der UNO ausgezeichnete Bildungsinitiative in Deutschland ergänzt unter dem Motto "Bildung trifft Entwicklung" das Engagement des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) in Entwicklungsländern. Mit dem Ausbau seiner Inlandsarbeit seit Herbst 2003 trägt der DED dazu bei, in Deutschland das Bewusstsein für eine nachhaltige und sozialverantwortliche Gestaltung der Globalisierung zu stärken.
Damit entspricht die Arbeit den Leitlinien zur Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung", die von der Generalversammlung der Vereinten Nationen für die Jahre 2005-2014 ausgerufen wurde und von der UNESCO betreut wird.
Etwa 150 ehemalige Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer engagieren sich auf Honorarbasis als Referenten in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit des DED. "Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen thematisieren sie anschaulich, authentisch und glaubwürdig die Nord-Süd-Beziehungen und die gerechte Gestaltung der Globalisierung", erklärt Dr. Otti Stein, Abteilungsleiterin des DED. "Sie vermitteln, wie die Themen mit der Lebenswelt in Deutschland zusammenhängen und wie jeder Einzelne sich einbringen kann."
Unterstützt werden die Referenten von Entwicklungshelfern in den Partnerländern, unter anderem mit aktuellen Projektmaterialien. Schwerpunktthemen der DED-Bildungsangebote sind: Umwelt und ländliche Entwicklung, Schaffung von Einkommen, Stärkung der Frauen, Armutsbekämpfung sowie Konfliktbearbeitung und Friedensförderung.
In den vier Regionalen Bildungsstellen des DED in Düsseldorf, Göttingen, Reutlingen, und Weimar sowie im Schulprogramm in Berlin können sich Interessierte aus Erwachsenenbildung, Jugendarbeit und Schulen beraten und unterstützen lassen. Die Bildungsstellen vermitteln aus dem Ausland zurückgekehrte DED-Fachkräfte als Referenten für Bildungsveranstaltungen, erstellen Arbeitsmaterialien und beraten die Rückkehrer/innen inhaltlich und didaktisch.
Die Regionalen Bildungsstellen sind bei ihren Kooperationspartnern angesiedelt: In Düsseldorf bei InWEnt, in Göttingen beim Institut für angewandte Kulturforschung (IFAK), in Reutlingen beim Entwicklungspolitischen Informationszentrum (EPIZ) sowie in Weimar beim Aktionskreis Globales Lernen. Im Schulprogramm Berlin kooperiert der DED mit dem Senat für Bildung, Jugend und Sport.
Die Auszeichnung der UNO wurde außerdem für das internationale Partnerschafts-Projekt "Schulwälder für West-Afrika - Kinderwälder weltweit" verliehen, das der DED gemeinsam mit vier anderen Organisationen aus Deutschland und Ghana durchführt: dem Verein für Außerschulische Bildung, dem Verein Schulwälder für West-Afrika, der Schülerfirma "Pupils" und dem Youth an Environmental Club aus Ochiso/Ghana).
(Quelle: Deutscher Entwicklungsdienst, 18.02.2005)


