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Gesamtkonferenz berät Strategie des DED im Rahmen der Entwicklungspolitik der Bundesregierung

Vom 1. bis 3. März tagt in Bonn die Gesamtkonferenz des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED). Delegierte der Entwicklungshelfer, der hauptamtlichen Mitarbeiter, der Rückkehrer und der Gesellschafter des DED (Bundesregierung - BMZ - und Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee) beraten mit dem Management die strategischen Schwerpunkte der Arbeit der Entwicklungsorganisation für die nächsten Jahre. Die Beschreibung der mittelfristigen Perspektiven und Ziele der Arbeit des DED wird sein Profil als einer der großen Akteure der deutschen Entwicklungszusammenarbeit schärfen. Bei der Gesamtkonferenz werden von den Delegierten insbesondere deren Erfahrungen in den Entwicklungsländern eingebracht.

In seiner Eröffnungsrede bezeichnete Uwe Runge, Vorsitzender des DED-Verwaltungsrates und Präsident des Konsistoriums der evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, den Ausbau der Inlandsarbeit als unverzichtbar. Der DED tritt mit seinen zurückgekehrten Entwicklungshelfern für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft ein. Sie zeigen mit ihren Aktivitäten in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit globale Zusammenhänge zwischen Entwicklungs- und Industrieländern auf und informieren über Entwicklungspolitik.

Insbesondere die Zusammenarbeit mit Schulen und Weiterbildungsinstitutionen soll ausgebaut werden. Mittel hierfür stellt die Bundesregierung im Rahmen des Aktionsprogramm 2015 zur Verfügung.

Erich Stather, Staatssekretär des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), referierte bei der Gesamtkonferenz über die aktuellen Herausforderungen der deutschen Entwicklungspolitik. Er betonte die Notwendigkeit angesichts veränderter weltpolitischer Bedingungen die Rolle der Entwicklungspolitik in einer nicht nur militärisch definierten Sicherheitspolitik genauer zu beschreiben. Auch der DED sei durch sein Engagement in der Friedensförderung und Krisenprävention vor neue Herausforderungen gestellt.

Stather hob den Einsatz der deutschen Entwicklungspolitik für eine stärkere Kohärenz verschiedener den Welthandel beeinflussenden Politiken hervor und nannte als jüngstes Beispiel das Eintreten der Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul für den Abbau der Subventionen für den Baumwollanbau in Industrieländern, um afrikanischen Ländern wie Benin bessere Chancen auf dem Weltmarkt zu eröffnen.

Jürgen Wilhelm, DED-Geschäftsführer, zum neuen Schwerpunkt des DED: "Wir wollen über unsere zurückgekehrten Entwicklungshelfer (rund 13.000 in den vergangenen 40 Jahren) in Deutschland mit Hilfe strategischer Partnerschaften, z.B. der Industrieverbände und der Handwerkskammern, aber auch mit Fair-Trade-Handelsorganisationen sowie kirchlichen und nichtkirchlichen Gruppen, zu einem verstärkten Dialog beitragen. Es soll insbesondere über die Auswirkungen unseres Handelns für die Entwicklungsländer informiert werden.

Denn entwicklungspolitisches Engagement ist nur in dem Maße glaubwürdig, in dem wir zugleich bei uns Strukturen verändern, im Sinne einer "Entwicklungspolitik vor der eigenen Tür". Der DED kann dabei seine Inlands- und Auslandsarbeit bestens miteinander verbinden, u.a. auch über die Wahl der Themen in der Bildungsarbeit, zu denen immer aktuelle Informationen aus der Projektarbeit vor Ort einfließen können." Wilhelm betonte weiterhin die Personalentwicklung als wichtigsten Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des DED als international tätigem Unternehmen mit zunehmend mehr Personal aus allen europäischen Ländern.

In den vergangenen Jahren erhöhte der DED den Aufwand für die Fortbildung der Mitarbeiter deutlich, im Jahr 2004 auf 1 % der Personalkosten, und er strebt ein maßgeschneidertes Konzept für jeden Mitarbeiter zu dessen Förderung an.

(Quelle: ded, 03.03.2004)

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