Jobs suchen und finden: Stellenmarkt · Stellenangebote Ingenieure · Stellenangebote IT · Arbeiten in England
Benutzerspezifische Werkzeuge
  • Anmelden
Navigation
 

DED fördert Wirtschaft und Beschäftigung im Jemen

Vom 15. bis 22. März 2003 hält sich eine Regierungsdelegation der Republik Jemen zu Regierungsverhandlungen in Deutschland auf. Die neunköpfige Delegation wird geleitet von Abdulrahman Tarmoom, Vizeminister für Planung und Entwicklung, und besuchte heute den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) in Bonn. In einem Gespräch mit dem Geschäftsführer des DED, Jürgen Wilhelm, wurden die Programmbereiche der Kooperation erörtert.

Jemen ist eines von vier Pilotländern im Armutsbekämpfungsprogramm 2015 (AP 2015) der Bundesregierung. Das AP 2015 zielt darauf, die extreme Armut weltweit zu halbieren. "Wir werden unsere Aktivitäten gemeinsam mit unseren Partnern im Jemen noch stärker als bisher darauf ausrichten, Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten für benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu schaffen. Nur so können sie ihren Weg aus der Armut finden.", erläuterte Wilhelm.

Zur Zeit sind im Jemen 28 DED-Fachkräfte unter Vertrag, davon 15 in der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, neun im Gesundheitsbereich und neun in den Bereichen Frauenförderung, Kleinkreditwesen und Beteiligung der Gemeinden am Primarschulbau. Etwa zehn Entwicklungshelfer fördern und unterstützen die formale und nonformale Berufsausbildung im Jemen, um die Qualität der Ausbildung und der Ausbilder zu verbessern und so die Beschäftigungschancen der ausgebildeten jungen Menschen am lokalen Arbeitsmarkt zu verbessern.

Neben der Wirtschaftsförderung ist der zweite Schwerpunkt des DED-Engagements das Gesundheitswesen. Lehrkrankenschwestern und Hebammen sind aktiv in der Ausbildung von Krankenpflegepersonal und beraten die Gesundheitsbehörden dabei, wie sie ihre Leistungen für die Bevölkerung verbessern können. Arme Frauen und Kinder, insbes. auf dem Land, sind besonders darauf angewiesen. Ihren Gesundheitsstatus gilt es zu verbessern.

Im Rahmen des AP 2015 wird zukünftig vor allem die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen und Gemeindeinitiativen gestärkt. Geplant sind neue Aktivitäten in den Bereichen Menschenrechte, Öffentlichkeitsarbeit und Zivile Konfliktbearbeitung. So werden u.a. Klein- und Kleinsthandwerkerverbände dabei beraten, ihre Anliegen und Interessen öffentlich zu machen und zu vertreten und eine NRO dabei unterstützt, Frauen nach dem Strafvollzug in die Gesellschaft zu reintegrieren.

Der Deutsche Entwicklungsdienst ist der größte Personalentsendedienst für Entwicklungsländer Deutschlands. Er arbeitet mit rund 1000 Entwicklungshelfern in 45 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.

(Quelle: Deutscher Entwicklungsdienst, 17.03.2003)

T5 Jobmessen