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Schwierige Finanzierungssituation in der Biotech-Branche

Die börsennotierten Firmen konnten in Bezug auf die Sekundärfinanzierungen nur 48 Millionen Euro 2008 erhalten. Dagegen blieben die erstmaligen Börsengänge total aus. Risikokapitalgeber sowie Private Equity-Investoren finanzierten private Firmen 198 Millionen Euro. Im Vorjahr belief sich die Summe auf 319 Millionen Euro. Somit sank die Risikokapitalfinanzierung auf den geringsten Stand seit dem Jahr 1999.

Deutsche Biotech-Unternehmen, welche einen Fokus auf die Entwicklung von Medikamenten haben, haben einen Cash Burn bzw. jährlichen Kapitalverbrauch von durchschnittlich 5,6 Millionen Euro. Der jährliche Kapitalbedarf in Höhe von etwa 260 Millionen Euro für deutsche Firmen, die Medikamente entwickeln und VC finanziert sind, kann auf dieser Grundlage ermittelt werden.

Natürlich schlugen auch die knappen Finanzmittel direkt auf die F & E-Ausgaben durch. Im letzten Jahr stiegen diese Ausgaben um 16 %. Dagegen sparte man im abgelaufenen Jahr wieder. Die F & E-Ausgaben sind um 2 % auf 966 Millionen Euro gesunken.

Trotz der schwierigen finanziellen Lage gibt es aber zahlreiche Stellen in der Biotech-Branche zu vergeben. So z.B. auf der www.vbio.de gibt es noch offene Stellen sowohl für Studenten als auch für Jobsuchende mit einer Asubildung.

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa verschlechterte sich die Finanzierungssituation in der Biotechnologiebranche. Es flossen insgesamt 1.764 Millionen Euro – ein Minus von 67 % - an zusätzlichem Eigenkapital in die Biotechnologie-Branche. Dabei spielen die Risikokapitalfinanzierung mit 932 Millionen Euro (ein Rückgang von 20 %) vor den Sekundärfinanzierungen mit 758 Millionen Euro (ein Minus von 78 %) eine bedeutendere Rolle.

Drei europäische Biotech-Firmen gingen im Jahr 2008 an die Börse. Im Jahr davor gab es 21 Firmen, die an die Börse gingen. Sie erzielten hier einen Emissionserlöse von 75 Millionen Euro. Jedoch gab es selbst hier einen Rückgang von 90 %.

Es gibt aber auch viele Auswege aus dieser Finanzierungsmisere. Zum Einen kann man bei Übernahmen hohe Preise erzielen. Für die betroffenen Firmen und ihren Mitarbeitern ergaben sich hier sehr gute Perspektiven. Die Firmen blieben sehr häufig als selbständige Einheiten in dem neuen Mutterkonzern erhalten. Diese Tochterunternehmen wertete man zum Teil als Kompetenzzentrum auf. Bei den Allianzen dagegen konnte man viel mehr Kreativität sehen.

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