Garantie der Arzneimittelsicherheit nur durch Apotheken
Die Apotheker von Nordrhein geben Warnungen heraus, dass man Medikamente weder bei nicht vertrauenswürdigen Versandunternehmen noch im Internet bestellen soll. Die EU-Kommission stellte von der Aktion „Medi-Fake“ ihre Ergebnisse vor. Die Zollbehörden der europäischen Mitgliedsstaaten hatten innerhalb von nur zwei Monaten 34 Millionen gefälschte Medikamente unter Beschlag genommen. Dabei übertraf dieses riesiges Resultat sämtliche Befürchtungen. Laut den Angaben der Zollbehörden fand man Fälschungen in den Bereichen der Schmerzmittel, potenzsteigernde Arzneimittel, Antibiotika, Cholesterinsenker, Malaria- und Krebsmedikamente.
Martin Katzenbach (Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein) sagt hierzu: „Die Situation wird immer besorgniserregender. Denn geraten gefälschte Arzneimittel in die Hände von Patienten, droht unter Umständen Lebensgefahr. Die Patienten spielen russisches Roulette mit ihrer Gesundheit.“
Der Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e. V. fordert: „Es ist höchste Zeit, dass der Versandhandel mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln verboten wird. Erst durch ein Verbot würde jedem Verbraucher klar, dass jeder Bezug von Medikamenten außerhalb der Apotheke vor Ort ein hohes Risiko birgt.
Lediglich in der Apotheke bekommt man eine individuelle und auf die jeweilige Bedürfnisse abgestimmte Beratung. Der Verbraucher muss aktiv geschützt werden.
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Für Kriminelle ist das Fälschen von Arzneimitteln viel lohnender als der Handel mit Drogen. Beispielsweise bezahlt man auf dem Schwarzmarkt für ein Kilogramm an Fälschungen des Medikaments Viagra im Durchschnitt 90.000 Euro. Im Gegensatz dazu liegt der Preis für ein Kilo Kokain bei geschätzten 65.000 Euro und für Heroin sind es 50.000 Euro.
Natürlich muss man sich gegen diese Fälschungen schützen. Schließlich weis man nicht, welche Wirkungen diese Arzneimittelfälschungen haben. Deshalb sollte man in eine Apotheke gehen, wo man nicht nur das passende Medikament erhält, sondern auch noch zusätzlich eine individuelle Beratung sowie Informationen bekommt. Die Apotheker sind nämlich sehr gut ausgebildet und wissen dementsprechend über das Medikament und dessen Wirkung Bescheid. In der Apotheke gibt es nämlich die unterschiedliche Berufe, die nicht nur Medikamente herstellen, sondern auch den Patienten mit ihrem Wissen versorgen können.


