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Arbeiten in Schweden

Der wichtigste Ansprechpartner für ausländische Stellensuchende ist die staatliche Arbeitsvermittlung bzw. die 16 internationalen Arbeitsämter. Selbst nach einer Öffnung für private Anbieter werden circa 60 % aller freien Stellen über diese staatlichen Stellen besetzt. Man muss sich nicht registrieren lassen, um die Beratung zu nutzen. Natürlich kann man auch die großen Tageszeitungen mit ihren Stellenangeboten sowie die Firmenkontaktmessen, welche von März bis Mai sowie im Oktober an den Hochschulen stattfinden, nutzen. Ferner stellen viele Firmen auch Stellenangebote auf ihre Homepage ein, wo ggf. die Bewerbungsunterlagen zum Download bereit stehen. Außerdem sind die Online-Jobbörsen – v. a. für die IT-Branche – sehr wichtig. Die Initiativbewerbungen sind auch nicht gerade unüblich.

Arbeiten in Schweden

Die Bewerbungen sollten in Schwedisch verfasst sein. Aber die großen, globalen Firmen erwarten eine in Englisch verfasste Bewerbung. Das Anschreiben, welches per PC geschrieben worden ist, sollte präzise geschrieben worden sein und man sollte hier seine eigenen Qualifikationen und Motivation für diese Position erläutern. Es gibt für die Gestaltung des Lebenslaufs keine bestimmte Regeln. Er sollte chronologisch aufgebaut sein und Angaben zur Ausbildung und Berufserfahrung sowie Hobbys und besondere Kenntnisse beinhalten. Es ist ratsam, auf gute Noten näher einzugehen, weil das schwedische Notensystem lediglich drei Stufen kennt. Ferner gehört zur Bewerbung auch die wichtigsten Zeugnisse, die möglichst übersetzt sein sollten. Ein Passfoto ist nicht üblich.

Die Bedeutung von Hierarchien sind in Schweden gering. Das Nennen von einem Ansprechpartner im Anschreiben ist hilfreich. Jedoch sollte man die akademischen Titeln nicht nutzen – sie werden eher als negativ empfunden. Viele duzen sich in schwedischen Betrieben. Man sollte sich außerdem nicht wundern, wenn man zum Alkohol- und Tabakkonsum befragt wird, weil die Gesellschaftsdrogen in Schweden ein großes Problem darstellt.

EU-Bürger brauchen – bis auf die Bürger aus Dänemark und Finnland – eine Aufenthaltserlaubnis, wenn sie sich länger als drei Monate in Schweden aufhalten. Man sollte den Antrag schnellstmöglich nach der Einreise in Schweden bei der jeweiligen Dienststelle der staatlichen Migrationsbehörde bzw. bei einer der schwedischen Konsulaten in Deutschland beantragen. Neben dem Antragsformular muss man einen validen Reisepass oder Personalausweis sowie einen Nachweis des Arbeitgebers oder einen Beschäftigungsnachweis vorlegen.

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