Arbeiten in Rumänien
Circa ein Drittel der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft tätig. In den letzten Jahren gewann der Dienstleistungssektor an Bedeutung zu. Dennoch liegt dieser mit einem Beschäftigungsanteil von etwa einem Drittel sehr weit unter dem europäischen Durchschnittswert. Fast ein Drittel Arbeitnehmer sind im Industriebereich tätig. Im Industriesektor ist die Erdölverarbeitung der wichtigste Wirtschaftszweig. Durchschnittlich verdient eine Arbeitskraft in Bukarest 308 Euro netto. Für eine Zweizimmerwohnung muss man zwischen 300 und 400 Euro zahlen. Mittlerweile greifen die rumänischen Arbeitgeber auf ukrainische und chinesische Arbeitskräfte zurück.
Derzeit gibt es einen Defizit an gering qualifizierten Arbeitskräften in der Porzellanherstellung sowie im Bau- und Verpackungsgewerbe. Außerdem fehlt es an Sicherheitsfachkräfte für den Gebäude- und Personenschutz, Elektrikern, Baufachkräfte (Tischler, Pflasterer, Maurer), Mechaniker, Vertriebsfachleute und Maschinenbediener in der Textilindustrie.
Die Bewerbung muss in der Regel in Englisch oder in der Landessprache verfasst sein. Die Bewerbung soll Individualität aufweisen. Außerdem sollte man sich sehr viel über das Unternehmen informieren. Sowohl die klassische Bewerbungsmappe als auch die Online-Bewerbung sind etablierte Bewerbungsformen in Rumänien. Neben einem E-Mail-Anschreiben mit einem Lebenslauf kann man auch weitere Anhänge oder eine eigene Bewerbungshomepage anhängen.
Viele Stellenangebote kann man in den rumänischen Online-Jobbörsen finden. Außerdem kann man das Internetangebot der rumänischen Arbeitsverwaltung verwenden. Die großen Tageszeitungen veröffentlichen in ihren Stellenmärkten in regelmäßigen Abständen Stellenanzeigen. Auch die Firmen bieten auf ihren Webseiten Stellenangebot an. Natürlich kann auch eine Initiativbewerbung zur gewünschten Position führen. Wer vor Ort nach einer passenden Tätigkeit sucht, kann das Dienstleistungsangebot von sowohl den privaten Arbeitsvermittlungsagenturen als auch von den lokalen Filialen der rumänischen Arbeitsverwaltung nutzen.
Zahlreiche Deutsche sind in den Bereichen Bauwirtschaft, Handel, Banken, Sport, Kultur, Verkehr, Transport, Dienstleistungen und Produktion tätig. Die Bürger der EU können sich drei Monate ab der Einreise in Rumänien aufhalten. Sie müssen sich innerhalb diesen Zeitraums nicht anmelden. Ferner müssen Arbeitnehmer sieben Tage nach dem Abschluss des Arbeitsvertrages oder nach dem Erhalt der Arbeitsgenehmigung die Aufenthaltserlaubnis bei der Behörde für Ausländerangelegenheiten beantragen.
Eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis können EU-Staatsangehörige bekommen, welche je nach Einzelfall mindestens ein Jahr gültig ist. Die unbefristete Aufenthaltserlaubnis kann erst nach sechs Jahren legalem Aufenthalts erteilt werden. EU-Bürger brauchen kein Arbeitsvisum, sondern vielmehr eine Arbeitserlaubnis.
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