Arbeiten in Norwegen
Häufig verpflichtet sich der Arbeitgeber, für den Arbeitnehmer eine möblierte Immobilie bereitzustellen. Es handelt sich in der Regel um ein Appartement mit den alltäglichen Möbeln, Küche mit Waschmaschine, Herd und Kühlschrank sowie mit Bad. Die Wohnung wurde vom Arbeitgeber reserviert und der Mietvertrag unterzeichnet der Arbeitnehmer selbst. Oftmals muss der Arbeitnehmer zwei Monatsmieten als eine Mietkaution hinterlegen. Die Miethöhe beträgt in Abhängigkeit der Ausstattung und Höhe zwischen etwa 400 und 600 Euro pro Monat. Ferner sollte die Wohnung nicht weiter als eine halbe Autostunde von der eigentlichen Arbeitsstelle entfernt sein sollte.
Für zahlreiche Berufe, die hier erwähnt worden sind, reichen schon Englischkenntnisse aus. Diese Englischkenntnisse sollten entsprechend gut sein, dass die Arbeitskraft einem regulären Alltagsgespräch folgen kann und die Arbeitskraft selbst in einfachen, aber dennoch vollständigen Sätzen reden kann. Der Bewerber sollte innerhalb von sechs Monaten Norwegisch lernen. Dies ist häufig im Arbeitsvertrag festgelegt. Wenn dies nicht passiert, sollte man seinen guten Willen zeigen, indem man einen Abendkurs besucht oder eine andere Möglichkeit findet, um die norwegische Sprache zu erlernen. Beispielsweise ist dies via einem PC und einem interaktiven Lernprogramm möglich. Die Homepage www.norwegisch-aktiv.de ist sehr empfehlenswert und man muss lediglich 60 Euro dafür zahlen.
Die Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis ist für die Bürger von EU-Mitgliedsstaaten kein allzu großes Thema. Dennoch muss der EU-Bürger zwei Behördengänge machen, sobald er in Norwegen angekommen ist. Am besten erledigt man diese noch vor dem allerersten Arbeitsalltag. Zum Einen muss der Antrag auf Aufenthaltserlaubnis bei der örtlichen Polizeidienststelle gestellt werden. Hier muss man den Arbeitsvertrag, zwei Passfotos und einen gültigen Personalausweis mitbringen. Zum Anderen sollte man anschließend das Einwohneranmeldeamt besuchen, welche sich im gleichen Haus wie das Finanzamt befindet. Dies gilt für sämtliche Gemeinden in Norwegen. Dort muss man einen Antrag auf eine Personennummer stellen, die unbedingt erforderlich ist. Alle Menschen sind in Norwegen mit einer individuellen Nummer versehen, welche sowohl aus dem Geburtsdatum als auch einer 5-stelligen Zahl besteht. Sobald man diese Personennummer mit der Post bekommen hat, sollte man sich um die Lohnsteuerkarte bemühen und danach das Gehaltskonto eröffnen. Außerdem benötigt der Arbeitgeber die Personennummer. Ferner ist man sozialversichert, d. h. die Anmeldung bei dem Nationalen Sozialversicherungsamt erfolgte durch den Arbeitgeber.
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